Aktuelles

04.07.2016

BIM-Stellenausschreibung: wissenschaftliche(r) MitarbeiterIn

Das BIM sucht Verstärkung!

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in, E13, 100 %, befristet bis zum 30.6.2019

Alles weitere finden Sie hier in der Stellenauschreibung: BIM-Stellenausschreibung

04.07.2016

Neuer BIM-Fellow: Prof. Artur Mkrtichyan

Von Juli 2016 bis September 2016 wird Prof. Artur Mkrtichyan für zwei Monate als Gastwissenschaftler am BIM tätig sein. Artur Mkrtichyan ist Dekan der Fakultät für Soziologie der Staatlichen Universität Yerevan (Armenien). Er forscht zu Ethnizität, Konflikten und Migration. In einem aktuellen Forschungsprojekt, das vom DAAD gefördert wird, befasst er sich mit empirischen und theoretischen Problemen der Integration von Migranten in Bezug auf Konfliktvermeidung.

02.07.2016

Handlungsempfehlungen zur Unterstützung ehrenamtlicher Flüchtlingsarbeit

Wer hilft Geflüchteten ehrenamtlich? Wie kann ihre Arbeit institutionell unterstützt werden? Wie können Ehrenamtliche ihre Tätigkeiten auf das Kerngeschäft der ehrenamtlichen Arbeit fokussieren? Was soll die Politik tun?

Dr. Serhat Karakayali (BIM) ist diesen Fragen für die Heinrich-Böll-Stiftung nachgegangen. Die Handlungsempfehlungen können hier kostenlos heruntergeladen werden:

Handlungsempfehlungen Willkommensgesellschaft stärken

28.06.2016

Pressekonferenz im Bundeskanzleramt: Deutschland Postmigrantisch III

Pressekonferenz im Bundeskanzleramt: Deutschland Postmigrantisch III

Heute wurde im Bundeskanzleramt die BIM-Studie "Deutschland Postmigrantisch III - Migrantische Perspektiven auf deutsche Identitäten – Einstellungen von Personen mit und ohne Migrationshintergrund zu nationaler Identität in Deutschland" vorgestellt.

Prof. Dr. Naika Foroutan (stellvertretende Direktorin BIM) und Dr. Coskun Canan (wissenschaftlicher Mitarbeiter, BIM) haben die Ergebnisse präsentiert, die u . a. Narrationen, Assoziationen und Emotionen von Menschen mit Migrationshintergrund hinsichtlich der Identifikation mit Deutschland und des Deutschseins behandeln.

Die Studie wurde im Auftrag der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration erstellt und mit Förderung der Stiftung Mercator erhoben.

Frau Staatsministerin Aydan Özoğuz hat die Studienergebnisse kommentiert. Neben der Vorstellung der BIM-Studie wurde auch eine Sonderauswertung des Integrationsbarometers durch Frau Dr. Cormelia Schu (SVR) vorgestellt.

Hier finden Sie die Pressemitteilung der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration: BK-Pressemitteilung

Hier finden Sie die komplette BIM-Studie: Studie Postmigrantisch III

Hier finden Sie ein kurzes Handout zur Pressekonferenz: PK-Handout_PostMigIII

22.06.2016

Neue BIM-Fellow: Prof. Margit Feischmidt

Von Juni 2016 bis Juli 2016 wird Prof. Margit Feischmidt für einen Monat als Gastwissenschaftlerin am BIM tätig sein. Margit Feischmidt leitet die Abteilung Kulturanthropologie am Department of Communications and Media Studies der Universität Pécs (Ungarn). Außerdem ist sie am Research Institute of Ethnic and National Minorities der Hungarian Academy of Sciences tätig. Sie forscht zu Ethnizität, Nationalismus und Migration. In einem aktuellen Forschungsprojekt befasst sie sich mit Formen, Wahrnehmungen und politischen Implikationen ehrenamtlicher Aktivitäten während der Flüchtlingskrise in Ungarn.

Prof. Margit Feischmidt will visit BIM for a fellowship from June until July 2016. Margit Feischmidt is an associate professor at the Department of Communication and Media Studies at the University of Pecs (Hungary), where she leads the Cultural Anthropology Unit of the Department. She also works as a research fellow at the Research Institute of Ethnic and National Minorities of the Hungarian Academy of Sciences. Her research areas are ethnicity, nationalism, migration and social memory. Margit Feischmidt is currently working in a research project on philanthropic activities and their political implications during the refugee crisis in Hungary. 

21.06.2016

Pressemitteilung: Neues BIM-SVR Forschungsprojekt

Kooperation von Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der Humboldt-Universität zu Berlin und Forschungsbereich beim Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration: Gemeinsames Forschungsprojekt untersucht den Zusammenhang von Einstellungen und Erwartungen von Lehrern auf die Leistungen von Schülern. 

Hier finden Sie die dazugehörige Pressemitteilung: BIM-SVR Pressemitteilung

17.06.2016

Neuer BIM-Fellow: Prof. Dr. Gülcin Balamir Coskun

Ab Ende Juni 2016 wird die Asst. Prof. Dr. Gülçin Balamir Coşkun für zwei Monate als Gastwissenschaftlerin am BIM tätig sein. Gülçin Balamir Coşkun ist Assistenzprofessorin an der Istanbul Kemerburgaz University. Sie forscht zu Flüchtlingsbewegungen, Demokratietheorie, politischer Gewalt und autoritären Regimen. In einem aktuellen Forschungsprojekt, das von der British Academy gefördert wird, befasst sie sich mit Wahrnehmungen und Einstellungen gegenüber syrischen Geflüchteten in der Türkei.

Asst. Prof. Dr. Gülçin Balamir Coşkun will visit BIM for a fellowship from June until July 2016. Gülçin Balamir Coşkun received her MA degree from Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne and her PhD degree from Istanbul University. She works as an assistant professor at Istanbul Kemerburgaz University in Istanbul. Her research areas are the refugee crisis, democratic theory, political violence and authoritarian regimes. Gülçin Balamir Coşkun  is currently working in a research project on "Perceptions of and Attitudes Towards the Syrian Refugees in Turkey" that is funded by the British Academy."

08.06.2016

"Solidarität im Wandel" - Neues Forschungs-Interventions-Cluster am BIM

Seit 2012 sind die weltweiten Geflüchtetenzahlen kontinuierlich gestiegen. 60 Millionen Menschen waren im letzten Jahr von Flucht und Vertreibung betroffen, zwischen 1,5 und 2 Millionen von ihnen fanden den Weg nach Europa. Obwohl ein Anstieg der Zuwanderungszahlen somit seit Jahren zu erwarten war, hat dieser nun zu einer Verschiebung von Rollen und Solidaritäten geführt – innerhalb der europäischen Gesellschaften ebenso wie zwischen den europäischen Nationalstaaten.
Wie gestaltet sich in diesem Zusammenhang die derzeit viel zitierte Willkommenskultur? Wie vollziehen sich Solidarisierungsprozesse in Zeiten einer parallel zu beobachtenden Entsolidarisierung? Welche Menschen helfen in welchen Kontexten und was motiviert sie? Wie wird logistisch und institutionell Hilfe geleistet?
Mit dem Aufbau eines Forschungs-Interventions-Clusters reagiert das BIM auf diese aktuelle Forschungslücke und stellt die genannten Fragen insbesondere aus einer gendersensiblen Perspektive, welche die spezifischen Fluchterfahrungen von Frauen berücksichtigt. Ziel der praxisnahen Begleitforschung ist es, Konzepte und Handlungsempfehlungen für die politische und zivilgesellschaftliche Ebene hervorzubringen.
Das Forschungs-Interventions-Cluster wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.
Die Arbeit des Clusters gliedert sich dabei in drei Säulen und besteht aus insgesamt 14 Teilprojekten.

A) Willkommenskultur und Solidarität in der Migrationsgesellschaft

Projekt 1: Solidarisierung in Europa: Migrant*innen und Osteuropäer*innen und deren Engagement für Geflüchtete

Projekt 2: Entsolidarisierung und Rassismus

Projekt 3: Subtile Vorurteile

Projekt 4: Geschlechtsspezifische Untersuchung zur sozialen Lage von Migrant*innen auf Basis von SOEP und Mikrozensus mit Fokus auf die Situation von Menschen mit Fluchterfahrung

B) Ehrenamtliches Engagement in der Zivilgesellschaft

Projekt 5: Pionierinnen in der Willkommensgesellschaft. Strukturen und Motive des Engagements für Geflüchtete

Projekt 6: Flüchtlingsarbeit von Sportvereinen – auch für Mädchen und Frauen? Konzepte, Maßnahmen und Perspektiven interkultureller Öffnung von Sportvereinen

Projekt 7: Strukturwandel des Ehrenamts in der Flüchtlingsarbeit von Sportvereinen

Projekt 8: RefugeeHub. Online-Plattform zur Vermittlung zwischen Unterstützungsstrukturen und Geflüchteten

Projekt 9: Zwischen Lager und Mietvertrag - Integrationspotentiale verschiedener Wohnformen. Eine Studie zur Wohnsituation geflüchteter Frauen

C) Institutionen in der Organisationsgesellschaft

Projekt 10: Strategien für einen dialogischen Umgang mit seelischen Belastungen ehrenamtlicher Helferinnen und geflüchteter Frauen und Mädchen in den Erst- und Notunterkünften. Bestandsaufnahme, Dialogprojekt und Begleitforschung in drei Modellregionen

Projekt 11: Institutionelle Anpassungsfähigkeit von Hochschulen

Projekt 12: Die Beschulung neu zugewanderter und geflüchteter Kinder in Berlin – Praxis und Herausforderungen

Projekt 13: Migration und Logistik
Cluster-Study I: Systematisierung und Theoretisierung / Arbeitsagenturen
Cluster Study II: Digitalisierung und selbstorganisierte migrantische Logistik

Projekt 14: Koordination des Forschungs-Interventions-Clusters (Prof. Dr. Naika Foroutan/Sana Shah)

01.06.2016

Unterstützung gefährdeter Wissenschaftler an der HU: Philipp Schwartz-Stipendiatin am BIM

Ab Juli 2016 wird die türkische Soziologin Dr. Nil Mutluer als Stipendiatin bei Prof. Dr Gökce Yurdakul zum Thema „The Masculine Voice of Political Authority in Turkey: From Gezi to Sur“ am BIM arbeiten. Sie ist eine von zwei Stipendiat*innen, die durch eine erfolgreiche Bewerbung der HU bei der Philipp Schwartz-Initiative die Möglichkeit erhalten, ihre wissenschaftliche Karriere in Berlin fortzusetzen.

Die Philipp Schwartz-Initiative setzt sich für gefährdete Wissenschaftler*innen ein, die aufgrund der aktuellen Situation in ihren Heimatländern ihre Arbeit unterbrechen mussten. „Es ist eine große Freude, dass wir gleich zwei dieser renommierten Stipendien an der HU vergeben konnten. Damit können wir Forschenden, deren Karriere in Gefahr ist, eine Perspektive bieten – und gleichzeitig unsere Forschung an der HU fachlich erweitern“, sagt dazu Gökce Yurdakul (BIM).

Weitere Informationen finden Sie in der HU-Pressemitteilung.

19.04.2016

Vorstellung erster Ergebnisse der Erhebung zu "Diskriminierungserfahrungen in Deutschland" bei der Bundespressekonferenz

Vorstellung erster Ergebnisse der Erhebung zu

Prof. Dr. Naika Foroutan (stellv. BIM-Direktorin) und Steffen Beigang haben heute gemeinsam mit Frau Christine Lüders (Antidiskriminierungstelle des Bundes) erste Ergebnisse einer repräsentativen Studie und einer Betroffenenstudie zu Diskriminierungserfahrungen in Deutschland bei der Bundespressekonferenz vorgestellt. Diskriminierungserfahrungen sind in Deutschland weit verbreitet. Weitere Auswertungen der Datensätze werden in Zukunft folgen.

Hier finden Sie das Handout zu den ersten Ergebnissen: HANDOUT STUDIE DISKRIMINIERUNGSERFAHRUNGEN

22.03.2016

Unikurse für Flüchtlinge in den Sozialwissenschaften / University courses for Refugees 2016

Unikurse für Flüchtlinge in den Sozialwissenschaften / University courses for Refugees 2016

Unikurse für Flüchtlinge in den Sozialwissenschaften – Sommersemester 2016
University Courses for Refugees in the Social Sciences – Summer term 2016

مناهج جامعية للاجئين في مجال العلوم الاجتماعية - الفصل الدراسي الصيفي لعام2016
دوره‌های دانشگاه در زمینه علوم اجتماعی برای پناهندگان –ترم تابستانی ۲۰۱۶

[D] [English] [بالإنجليزية] [Farsi]

[Deutsch]

Die Humboldt-Universität bietet Geflüchteten die Möglichkeit, sich kostenlos als Gasthörer zu immatrikulieren und Universitätsseminare zu besuchen, um die Zeit zu einem regulären Studium zu überbrücken. Studieninteressierte Geflüchtete sind herzlich eingeladen zu der Informationsveranstaltung am 06.04.2016 um 10h zu kommen. Sie findet statt im Senatssaal, Unter den Linden 6, 10099 Berlin. Wöchentlich wird zudem eine Sprechstunde für Geflüchtete auf Englisch, Arabisch und Farsi ausgerichtet. Weitere Informationen:
https://www.hu-berlin.de/de/studium/beratung/refugees/sprechstunde

Als Bestandteil der Initiative “Flüchtling als Gasthörer” der Humboldt-Universität bietet das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) zwei spezifische Kurse für Flüchtlinge und andere interessierte StudentInnen in den Sozialwissenschaften zu Migration, Raum und Gender an. Die Seminare sind zweisprachig: Arabisch oder Farsi und Englisch. Hier finden Sie eine kurze Kursbeschreibung. Bitte kommen Sie zur ersten Sitzung der Seminare, um sich für das Seminar zu registrieren.
Falls Sie Fragen zu den Kursen haben, schreiben Sie eine e-Mail an laura.lambert [at] hu-berlin.de. Die Kurse werden durch das BIM mit Unterstützung des Instituts für Sozialwissenschaften und die Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät der HU angeboten.

[English]

Humboldt University offers refugees to audit university courses free of charge for the time they cannot enroll as students. Refugees generally interested in studying can get more information at the public info session on 06 April 2016 at 10 a.m. in the Senate Hall, Unter den Linden 6, first floor, 10099 Berlin. There is also a weekly drop-in hour for refugees. For more details see:
https://www.hu-berlin.de/de/studium/beratung/refugees/sprechstunde

As a part of Humboldt University's initiative “Refugees as guest students”, the Berlin Institute for Integration and Migration Research (BIM) offers two classes for refugees and other interested students in the social sciences on migration, space, and gender. The seminars will be held in Arabic or Farsi as well as in English. Here you can find short course descriptions. Please come to the first session to register with the lecturers.
If you have any questions on the classes, please contact laura.lambert [a] hu-berlin.de. The courses are supported by the Institute for Social Sciences and the Department KSBF at HU Berlin.

[Arabic] [بالإنجليزية]

توفر جامعة همبولدت للاجئين فرصة معاينة المناهج الجامعية مجانا رغم عدم قدرتهم على الالتحاق بها كطلاب. ويمكن للاجئين المهتمين بالدراسة الحصول على المزيد من المعلومات في دورة المعلومات العامة التي ستنعقد بتاريخ 6 أبريل/نيسان في تمام الساعة العاشرة صباحا في قاعة (سينات). عنوان هذه الدورة في شارع أونتر دين ليندن 6، الطابق الاول، الرمز البريدي 10099 في برلين. إضافة إلى ذلك يوجد ساعة مراجعة أسبوعية للاجئين. للمزيد من المعلومات يرجى تصفح الموقع التالي: https://www.hu-berlin.de/de/studium/beratung/refugees/sprechstunde

من ضمن مبادرة جامعة همبولدت "لاجئون كطلاب مستضافون"، يمنح معهد برلين لدراسات الاندماج والهجرة (BIM) محاضرتين للاجئين وطلاب آخرين مهتمين في دراسات العلوم الاجتماعية في مجال الهجرة والمكان والجندرية. كما سيتم عقد هذه المحاضرات باللغة العربية أو الفارسية إضافة إلى الإنجليزية. يمكنك إيجاد وصف مختصر للمنهاج على الرابط المبين أدناه. يرجى حضور الدورة الأولى من أجل التسجيل مع المحاضرين. لمزيد من الأسئلة عن المحاضرات، يرجى التواصل على العنوان الإلكتروني التالي laura.lambert ]at] hu-berlin.de

More infos here.

[Farsi]

دانشگاه هومبولت به پناهندگان و پناهجویان، مادامی که که امکان ثبت‌نام در دانشگاه را ندارند، امکان شرکت رایگان در کلاسهای دانشگاه را ارايه می‌کند. پناهندگان و پناهجویانی که به تحصیل علاقه‌مندند می‌توانند اطلاعات تکمیلی را در جلسه عمومی اطلاع‌رسانی که در روز ۶ آپریل ۲۰۱۶ ساعت ۱۰ صبح در آدرس زیر برگزار می‌شود شرکت کنند.

همچنین، پناهندگان و پناهجویان می‌توانند هر هفته در ساعت مشخصی بدون وقت قبلی برای ملاقات و مشاوره به دانشگاه مراجعه کنند. برای اطلاعات بیشتر اینجا را ببینید:
https://www.hu-berlin.de/de/studium/beratung/refugees/sprechstunde

به عنوان بخشی از ابتکارعمل دانشگاه هومبولت با عنوان «پناهندگان به عنوان دانشجویان مهمان»، موسسه پژوهش‌های مهاجرت و  درهم‌تنیدگی برلین (BIM) دو دوره برای پناهندگان، پناهجویان و دیگر دانشجویان علاقه‌مند به علوم اجتماعی در زمینه مهاجرت، فضا و جنسیت ارایه می‌کند. کلاس‌ها به زبان فارسی-انگلیسی و عربی-انگلیسی برگزار خواهند شد.
در پایین می‌توانید شرح مختصری از کلاس‌ها را مشاهده کنید. لطفا به جلسه اول بیایید تا نزد مدرسان ثبت‌نام کنید.
اگر سوالی در مورد این کلاس‌ها داشتید لطفا با این آدرس تماس بگیرید:
laura.lambert [at] hu-berlin.de

More infos here.

12.02.2016

Pressemitteilung: "Schleswig-Holstein postmigrantisch"

Hohe Offenheit gegenüber Muslimen in Schleswig-Holstein – bei konkreten Einstellungen, wie gemeinsamem Schulbesuch oder religionsrechtlichen Grundrechten jedoch noch Reserviertheit

Eine Studie des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der Humboldt-Universität zu Berlin zeigt, dass es in Schleswig-Holstein eine hohe abstrakte Offenheit gegenüber Musliminnen und Muslimen gibt, aber konkrete Ressentiments nicht zu unterschätzen sind. 

Die Forschungsgruppe JUNITED am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung veröffentlicht mit Förderung der Stiftung Mercator und des Landes Schleswig-Holstein die Studie „Schleswig-Holstein postmigrantisch“, eine repräsentative Umfrage, die sich mit den Einstellungen der Bevölkerung Schleswig-Holsteins zu Musliminnen und Muslimen befasst.

Hier finden Sie die komplette Pressemitteilung: PM Schleswig-Holstein postmigrantisch

Hier finden Sie die komplette Studie: Studie Schleswig-Holstein postmigrantisch

Pressekontakt: Dipl.-Pol. Damian Ghamlouche, d.ghamlouche@hu-berlin.de, 030/22015705

09.02.2016

BIM-Stellenausschreibung: zwei Positionen als studentische(r) Mitarbeiter*in

Das BIM hat ab sofort und zum schnellstmöglichen Zeitpunkt zwei Positionen als studentische(r) Mitarbeiter(in) zu vergeben. Bewerbungsfrist ist der 24.2.2016. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Ausschreibungen. Es ist prinzipiell möglich, sich bei geeigneter Qualifikation auf beide Stellen zu bewerben:

BIM-Stellenausschreibung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (24 Monate)
BIM-Stellenausschreibung JUNITED-Forschungsgruppe (12 Monate)

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Ansprechpartner.

25.01.2016

Dr. Ulrike Kluge erhält den Max Rubner-Preis

Dr. Ulrike Kluge - wissenschaftliche Mitarbeiterin der BIM-Abteilung "Migration, psychische und körperliche Gesundheit und Gesundheitsförderung" - erhält den Max Rubner-Preis der Charité Berlin.

Der Max Rubner-Preis fördert die Umsetzung innovativer Ideen an der Charité. Das Preisgeld versteht sich als Anschubfinanzierung für Intrapreneure, also Einzelpersonen oder Teams, die innerhalb der Charité mit einem unternehmerischen Ansatz Herausforderungen begegnen, indem sie neue Angebote, Produkte oder Initiativen entwickeln.

Ulrike Kluge erhält den Preis für folgendes Projekt:
Die Versorgung psychisch belasteter Geflüchteter ist neben der medizinischen Akutversorgung eine hochaktuelle Herausforderung für das Gesundheitssystem. Der Alltag von Geflüchteten ist zumeist von schwierigen Lebensumstände geprägt, die neben den belastenden Erfahrungen im Herkunftskontext oder auf der Flucht einen wesentlichen Einfluss auf die psychische Gesundheit haben. Hierzu bedarf es eines Kompetenzzentrums, welches neben der psychotherapeutischen und psychiatrischen Expertise in der Arbeit mit Geflüchteten die Vernetzung und Weiterentwicklung niedrigschwelliger Angebote, sozialarbeiterischer und rechtlicher Expertise ermöglicht, um ein breitenwirksames und kostenschonendes Know-how zur Verfügung zu stellen. Nur über eine solche Vernetzung und Schnittstellenoptimierung wird langfristig eine bedarfsangepasste effektive und nachhaltige Versorgung Geflüchteter möglich sein. Unter diesen Vorzeichen werden in den nächsten Monaten multidisziplinäre Fortbildungsformate angeboten und Supervisionsmodelle entwickelt. Ein essentieller neuralgischer Punkt in der Versorgung Geflüchteter ist die Arbeit mit und von Sprach- und Kulturmittlern. Ohne professionelle, qualifizierte Sprach- und Kulturmittler ist dieser klinische Bereich dessen Hauptarbeitsinstrument die Sprache und in dem die Sensibilität für kulturell diverse Herkunftskontexte essentiell ist, nicht arbeitsfähig. So ist ein weiterer Meilenstein des Projektes die Professionalisierung der Behandelnden in der Arbeit mit Sprach- und Kulturmittlern. Zugleich wird aber auch auf Belastungen der Sprach- und Kulturmittler eingegangen und hierfür ein Supervisionsmodell entwickelt, um ihre Arbeitsfähigkeit langfristig zu gewährleisten.

23.01.2016

BIM-YouTube-Kanal

Das BIM verfügt nun über einen eigenen YouTube-Kanal unter dem Dach der Humboldt-Universität zu Berlin.

Die ersten Videos der "Berlin Lecture" und der Tagung "Vermessung der Einwanderungsgesellschaft sind bereits online:
BIM-YouTube-Kanal

07.01.2016

BIM-Stellenausschreibung: eine_n studentische_n Mitarbeiter_in

Zur Unterstützung bei der Auswertung zweier quantitativer Umfragen zu Diskriminierungserfahrungen in Deutschland sowie der Durchführung einer ergänzenden qualitativen Untersuchung im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes sucht das Berliner Institut für empirische Integrations‐ und Migrationsforschung (BIM) schnellstmöglich (voraussichtlicher Beginn 01.02.2016) eine_n studentische_n Mitarbeiter_in mit einer Arbeitszeit von 41 Monatsstunden befristet bis zum 30.09.2016. Die Anstellung erfolgt an der Humboldt‐Innovation GmbH angelehnt an den Tarifvertrag für studentische Beschäftigte (TV STUD II HU Berlin).

Weitere Informationen ( Deadline, Profil, Bewerbungsvorgang, Anforderung) finden Sie hier: BIM-Stellenausschreibung

15.12.2015

BIM-Pressemitteilung: Rassistische Argumentationen dringen unter dem Deckmantel der Wissenschaftlichkeit in den politischen Raum

PRESSEMITTEILUNG
Rassistische Argumentationen dringen unter dem Deckmantel der Wissenschaftlichkeit in den politischen Raum

Berlin, 15.12.2015 - Rassistische Theorien werden in Deutschland derzeit wieder offen vertreten. Das jüngste Beispiel ist der Verweis des AfD-Politikers Björn Höcke auf die angeblich besondere Fortpflanzungsstrategie der Afrikaner, die von Europäern abweichen würde.

Höckes Argumentation, die sich explizit den Schein der Wissenschaftlichkeit gibt, bedient sich der Erkenntnisse des kanadischen  Psychologen und Rassisten J.P. Rushton, der eine in der Biologie vor 20 Jahren geläufige, mittlerweile veraltete Theorie zu Unterschieden im Fortpflanzungsverhalten zwischen verschiedenen Tierarten auf angebliche Fortpflanzungs-Unterschiede innerhalb der menschlichen Art anwenden wollte. Rushton verglich dazu die von ihm konstruierten "Rassen" hinsichtlich ihrer kulturellen Errungenschaften und ihrer Penis- wie Kopfgröße.

Dazu erklärt Prof. Dr. Dr. Andreas Heinz, Leiter der BIM-Abteilung Psychische und körperliche Gesundheit und Gesundheitsförderung: „Rushtons Ansätze wurden wissenschaftlich sowohl wegen der fehlerhaften Anwendung biologischer Theorien als auch wegen seiner Verwendung eines Rassebegriffs, der die biologische Vielfalt der Menschen nicht abbildet und den falschen Eindruck kategorialer Unterschiede zwischen Populationen weckt, kritisiert. Rushtons Abwertung afrikanischer Kulturen ist offen rassistisch.“

Die Meinungsfreiheit und die politische Kommunikation bleibt weiterhin ein Bestandteil der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, allerdings steht hier ein biologischer Rassismus im Raum, der vermeintlich wissenschaftlich-empirische Befunde bemüht: „Wir müssen diesen pseudo-wissenschaftlichen Argumentationsversuchen entschieden entgegentreten, damit solche Motive nicht für rassistische Zwecke missbraucht werden können“, so Prof. Dr. Wolfgang Kaschuba, Direktor des BIM.

„Es ist wichtig, den Bezug auf wissenschaftliche Argumentationen aufzunehmen und nachzuprüfen, wie diese Positionen in der wissenschaftlichen Debatte einzuordnen sind. Welche Kritik gibt oder gab es zu diesen Positionen? Sind die Thesen noch haltbar oder sind sie bereits falsifiziert? Die Gefahr besteht darin, dass den Menschen eine Argumentation vermittelt wird, die allein deshalb haltbar sei, weil sie irgendwann auf Basis wissenschaftlicher Grundlagen entwickelt worden ist – auch wenn sich das Wissen danach grundlegend weiterentwickelt hat. Ähnliches geschah schon in der Sarrazin-Debatte,“ so Prof. Dr. Naika Foroutan, stellvertretende Direktorin des BIM.

Zur Verteidigung Höckes wurde angeführt, dass er die "Rassentheorie des Nationalsozialismus ablehne". „Vergleicht man allerdings die Argumente, die er als wissenschaftliche Grundlage bemüht, mit der "Rassen- und Völkerkunde" des Anthropologen und NSDAP-Mitglieds Mühlmann (1936), ist z.B. Rushtons Arbeit keinesfalls menschenfreundlicher, aber deutlich primitiver: Rushtons Schmuddelphantasien über Penisgrößen, Fortpflanzungsstrategien und mangelnde Kulturleistung der "Negroiden" werden nicht weniger rassistisch, bloß weil sie ein Wissenschaftler vorgebracht hat,“ so Prof. Dr. Dr. Andreas Heinz.

KONTAKT
Dipl.-Pol. Damian Ghamlouche
+49(30)22015705
d.ghamlouche@hu-berlin.de

Hier finden Sie die Pressemitteilung als PDF: BIM-PM
 

15.12.2015

BIM-Stellenausschreibung

Das BIM sucht Verstärkung!

Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät – Fakultätsverwaltung

Beschäftigte/r mit 1/2-Teilzeitbeschäftigung - E 6 TV-L HU (Drittmittelfinanzierung befristet bis 31.01.2019; siehe auch Ausschreibung AN/216/15)

Aufgabengebiet: Führung des Sekretariats des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM), insb. Erledigung allg. Verwaltungs-, Organisations- und Kommunikationsaufgaben sowie Korrespondenz (z. T. in englischer Sprache); Verwaltung von Dritt- und Haushaltsmitteln; Bearbeitung von Beschaffungsvorgängen; Veranstaltungsorganisation; Pflege der Webseite   

Anforderungen: Abgeschlossene Ausbildung in einem Verwaltungsberuf bzw. vergleichbare Kenntnisse und Erfahrungen; Grundkenntnisse im Haushaltsrecht und Bestellwesen; sichere Beherrschung der deutschen Sprache; gute Englischkenntnisse; Beherrschung der gängigen Office-Software; Erfahrung in der Sekretariatsarbeit, insb. in wiss. Einrichtungen und Interesse für das Thema Migration/Integration erwünscht; Fähigkeit zur eigenverantwortlichen Arbeit; Organisationsgeschick, soziale Kompetenz

Bewerbungen sind ausschließlich per E-Mail in einer PDF-Datei innerhalb von 3 Wochen (bis zum 8.1.2016) unter Angabe der Kennziffer DR/172/15 an die Humboldt-Universität zu Berlin, Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung, Herr Ghamlouche (d.ghamlouche@hu-berlin.de) zu richten.

Zur Sicherung der Gleichstellung sind Bewerbungen qualifizierter Frauen besonders willkommen. Schwerbehinderte Bewerber/innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht.

14.12.2015

E-Book Project: WITNESSING THE TRANSITION : REFUGEES, ASYLUM - SEEKERS AND MIGRANTS IN TRANSNATIONAL PERSPECTIVE

Das BIM ist am E-Book-Projekt "WITNESSING THE TRANSITION: REFUGEES, ASYLUM -SEEKERS AND MIGRANTS IN TRANSNATIONAL PERSPECTIVE" beteiligt. Das Projekt wird von BA-, MA-Studierenden und Doktoranden getragen, die dort ihre Beiträge veröffentlichen. Das Projekt wurde von Prof. Dr. Gökce Yurdakul, Prof. Dr. Regina Römhild, Dr. Birgit zur Nieden und Dr. Serhat Karakayali initiiert. Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis E-Book

Zu dem E-Book gibt es auch einen Blog, der vorab einige Kapitel veröffentlicht: BLOG E-BOOK

14.12.2015

Vorstellung der BIM-Arbeiten im Themenfeld Flucht

Anläßlich des Tag der Menschenrechte am 10.12.2015 wurden an der HU Berlin Projekte und Arbeiten im Themenfeld Flucht vorgestellt. Hier finden Sie die Pressemitteilung der HU Berlin dazu:

Tag der Menschrechte / Pressemitteilung HU Berlin

14.10.2015

BIM-Pressegespräch zur Veröffentlichung der Studie "Berlin postmigrantisch"

BIM-Pressegespräch zur Veröffentlichung der Studie

Mit der Studie "Berlin postmigrantisch" wurde am 14.10.2015 eine weitere Teilauskopplung des bundesweit erhobenen Datensatzes vorgestellt. Die Studie wurde im BIM-Arbeitsbereich "Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik" durch die Forschungsgruppe JUNITED (Junge Islambezogene Themen in Deutschland) erarbeitet, die durch die Stiftung Mercator gefördert wird. Sie verweist auf überwiegend positive Einstellungen gegenüber Musliminnen und Muslimen in Berlin, bei gleichzeitiger Präsenz von Stereotypen und Abwehr religiöser Gleichstellung bei einem Teil der Bevölkerung. 

Die Studie wurde von Prof. Dr. Naika Foroutan, Dr. Coskun Canan und Steffen Beigang vorgestellt. Die Ergebnisse wurden von Doris Nahawandi (Büro des Beauftragten für Integration und Migration der Stadt Berlin) kommentiert.

Unter folgendem Link kann die aktuelle BIM-Pressemitteilung zur Veröffentlichung der Studie eingesehen werden: Pressemitteilung BIM-Studie "Berlin postmigrantisch" 

Hier finden Sie die Studie "Berlin postmigrantisch": BIM-Studie "Berlin postmigrantisch"

12.10.2015

KVV WS 15/16 - Lehrveranstaltungen mit Bezug zu den Themen Integration und Migration

Das BIM stellt regelmäßig die Lehrveranstaltungen der HU Berlin im Themenfeld Integration und Migration zusammen. Unter folgendem Link finden Sie die aktuelle Zusammenstellung für das Wintersemester 2015/16: KVV WS 15/16

29.09.2015

BIM-Kurse für Geflüchtete in den Sozialwissenschaften

Als Bestandteil der Intiative “Flüchtling als Gasthörer” der Humboldt-Universität bietet das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) drei  spezifische Kurse für Flüchtlinge und andere interessierte StudentInnen in den Sozialwissenschaften an. Die Seminare werden auf Arabisch oder Farsi sowie auf Englisch gehalten. Unten finden Sie eine kurze Kursbeschreibung.

Falls Sie Fragen zu den Kursen haben, schreiben Sie eine e-Mail an laura.lambert@hu-berlin.de oder rufen Sie an unter: (030)209346073.

As a part of Humboldt University's initiative “Refugees as guest students”, the Berlin Institute for Integration and Migration Research (BIM) offers three classes for refugees and other interested students in the social sciences. The seminars will be held in Arabic or Farsi as well as in English. Below, you find short course descriptions.

If you have any questions on the classes, please contact laura.lambert@hu-berlin.de or call (030)209346073.

1. Seminar: The Spaces of Migration //  فضاهای مهاجرت

*ENGLISH* : The Spaces of Migration

Migration changes the social space and spatial imaginaries of people. New places accumulate new meanings. Spatial memories are forgotten and/or recalled. Shared memories become personal and personal memories turned to a spatial imaginary. Networks form and/or dissolve. Neighbourhoods serve as new territories. This human geography of migration to Germany is the main concern of the course. Learning theoretically about social space and migration, participants are encouraged to share their own experience of the social space in Germany. Of particular interest is the case of refugees in Berlin. Apart from indoor seminars, there are occasional meeting in the city to reimagine Berlin as a space of migration.

The theoretical ground of the course is a multi-dimensional approach to social space comprising territory, place, scale and network (TPSN schema). Here social space comprises all grids and horizons of social action, which are socially produce, and demarcate and segregate the material, social, and imaginary world(s). This comprehensive approach provides a basis to discuss migration and its spatiality. In doing so, instead of the history of space, the course focuses on the space of history.

Language: English B2 or Persian B2
Requirement: No specific theoretical background is needed
Course target: Refugee and international student
Activities: Attending the course and occasional meetings in the city.
Outputs: A blog to gather and publish spatial refugee experience
Time and place: Tuesdays or Wednesdays , Place to be announced
Tutors: Firoozeh Farvardin, Nader Talebi

2. Seminar: Gendered Public Spaces  \\ التنوع الاجتماعي في الاماكن العامة

*ENGLISH*: Gendered Public Spaces

This course with an interdisciplinary approach, will examine how definitions and relation between gender and public space are reproduced, negotiated and deployed in the context of transnational flows in Berlin. Fields of study will include Sociology, Architecture, Philosophy, Literature, Geography and Urban Planning. We will explore the dichotomy of private/public space in the multicultural context of Berlin along with how various categories of spaces gain meaning in our everyday lives according to the gender relations. An underlying project of the class will be to address the following questions: How do experiences of public spaces in Berlin differ for men and women from one another, and why? Which physical (architectural) and social aspect of public spaces associate them with women and others with men? In the course we will be engaged in critical thinking about personal experience in Berlin and academic perspectives. This will be followed by a practical part in which students have to put theory into practice and develop their own portrait of Berlin . The students should immerse themselves into a public space to gather information about the place based on the methods we discussed in the seminars. For the analysis, we will look at architectural and formal aspects, cultural contexts and political ideas. The result of student practice will be presented in the form of seminars and paper in blogs. To conduct our interdisciplinary investigation, in addition to reading of theoretical texts and articles, we will use documentaries, films, newspaper articles, and other media to discuss these issues.

Course keywords: Public space, Gender, Berlin,
Course language: The course will be taught in English (B2) and Arabic (B2).
Course date and place: Wednesday. 14:00 – 16:00 , place to be announced
Course tutors: Nassim Mehran (nassimmehran@gmail.com), Asala Bader(asalabader@hotmail.com)
Target group: International students, Refugees.
Course structure: eleven Seminars (two seminars with guest lecturers) and Three field trip
Course requirements: Regular attendance, active participation (based on the respective topics and the given reading assignments) in class discussions and excursions, Presentation of written assignment and joint course project (weekly paper and blog)

3. Seminar: „The Open Society and the Threat of Extremism"

Lecturer: Marwan Abou-Taam, Damian Ghamlouche
Date: Block seminar (Fridays and Saturdays / two blocks end of January and beginning of February)
Languages: Arabic, English/German
Place: to be announced

01.09.2015

Start der Umfrage "Diskriminierung in Deutschland"

Start der Umfrage

Gemeinsam mit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen hat das BIM eine Betroffenenumfrage konzipiert, um Handlungsmöglichkeiten und -notwendigkeiten für Politik und Antidiskriminierungsarbeit zu identifizieren. Es handelt sich um die bisher größte Umfrage zu Diskriminierungserfahrungen in Deutschland und hat als Zielgruppe alle in Deutschland lebenden Menschen ab 14 Jahren. Die Umfrage läuft ab dem 01. September 2015. 

Zur Umfrage: Umfrage "Diskriminierung in Deutschland 2015"

13.07.2015

KVV - Lehrveranstaltungen mit Bezug zu den Themen Integration und Migration

Das BIM stellt regelmäßig die Lehrveranstaltungen der HU Berlin im Themenfeld Integration und Migration zusammen. Unter folgendem Link finden Sie die aktuelle Zusammenstellung für das Sommersemester 2015:
KVV SoSe 2015

10.06.2015

Vorstellung des "Migrant Integration Policy Index" (MIPEX) bei der Bundespressekonferenz

Vorstellung des

Heute wurden die Ergebnisse des "Migrant Integration Policy Index" (MIPEX) bei der Bundespressekonferenz vorgestellt.

Von Seiten des BIM war Prof. Dr. Naika Foroutan vertreten, die neben Prof. Dr. Andreas Zick (Rat für Migration) und Thomas Huddleston (Migration Policy Group) die Ergebnisse diskutiert hat.

Hier finden Sie die Pressemitteilung des Rats für Migration: PM_RFM

Hier finden Sie das MIPEX-Pressrelease: PM_MIPEX

Hier finden Sie ein BIM-Handout zur PK: BIM_MIPEX

Hier finden Sie einen Medienspiegel zur Berichterstattung: MS_MIPEX

Die vollständige Studie und sämtliche Materialien sind unter mipex.eu einzusehen.

Foto: Mediendienst Integration

04.06.2015

Vorstellung der Ergebnisse des "Migrant Integration Policy Index" (MIPEX)

Wie schneidet die deutsche Integrationspolitik im internationalen Vergleich ab? Welche Teilhabemöglichkeiten gibt es für Einwanderer und ihre Nachkommen? Die „Migration Policy Group“ (MGP) in Brüssel gibt regelmäßig eine Studie heraus, die die Integrationspolitik in 38 Staaten bewertet und vergleicht. Die aktuellen Ergebnisse für Deutschland werden am 10. Juni 2015 vorgestellt. 

Der „Rat für Migration“ (RfM), das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) und die Heinrich-Böll-Stiftung sind die Partner auf deutscher Seite und laden zu einem öffentlichen Fachgespräch ein

Von Seiten des BIM sind Prof. Dr. Martin Kroh und Dr. Manuela Bojadzijev vertreten, die an der MIPEX-Erhebung beteiligt waren.

Das öffentliche Fachgespräch findet am 10. Juni 2015 um 14.00 Uhr in der Heinrich-Böll-Stiftung statt.

Weitere Informationen finden Sie hier in der Ankündigung: MIPEX-Ankündigung

19.05.2015

Stellenausschreibung BIM-Arbeitsbereich Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik (Dr. Naika Foroutan)

Stellenausschreibung für eine studentische Mitarbeiterin/einen studentischen Mitarbeiter (41 Monatsstunden / Laufzeit: 12 Monate / Bewerbungsfrist: 3. Juni 2015)

Das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) sucht für den Arbeitsbereich Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik (Dr. Naika Foroutan) schnellstmöglich (eventueller Beginn: 15.06.2014) zur Unterstützung einer quantitativen Datenauswertung und -analyse einen studentischen Mitarbeiter/eine studentische Mitarbeiterin für die Dauer von 12 Monaten und auf der Basis von 41 Monatsstunden.

Die komplette Stellenausschreibung finden Sie hier: BIM-Stellenausschreibung.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

Kontakt für Rückfragen: Herr Coskun Canan; cos.canan@hu-berlin.de

04.05.2015

BIM richtet erstmalig KOSMOS-Sommer Universität aus

In diesem Jahr richtet das BIM zum ersten Mal eine KOSMOS-Sommer Universität aus. Unter dem Titel “Investigating Logistics: Lifestyles, Migration, the Common(s)” forschen und diskutieren Wissenschaftlerinnen der Humboldt Universität zu Berlin mit ihren Partnern unter anderem von der Universität Western Sydney (Australien), der Universität Bologna (Italien) und der Duke Universität (USA) ein Jahr über die Verschränkung von Themen wie Lebensführungsstile und Logistiken im Zusammenhang mit Mobilität und Migration. Die Mittel hierfür wurden von den Abteilungen “Integration, soziale Netzwerke und kulturelle Lebensstile” (Institut für europäische Ethnologie) und “Wissenschaftliche Grundfragen”  (Institut für Sozialwissenschaften) in Kooperation mit ihren internationalen Partnern eingeworben. Die diesjährige KOSMOS Sommer Universität knüpft an die “Summer School” dem Titel “Expanding the Margins. Migration, Mobilities, Borders” (www.expandingthemargins.net) an, die 2014 am BIM ausgerichtet wurde.

Das Format der KOSMOS Sommer Universität ermöglicht es ForscherInnen an der Humboldt Universität und ihren internationalen PartnerInnen drei zentrale Bestandteile ihrer Arbeit miteinander zu verknüpfen: interdisplinäres Forschen, internationale Kooperation und die Förderung exzellenten Nachwuchses. Ziel dieser Förderlinie ist es, Forschern an der HU und ihren internationalen Gästen für die Dauer von bis zu einem Jahr eine solide Grundlage für die Entwicklung eines Forschungsprojekts bereitzustellen. Dieser Prozess wird im Herbst 2016 mit einer zweiwöchigen Sommer Universität abschließen, an der sich Studierende und Lehrende der internationalen Partner (Sydney, Bologna, Duke) beteiligen werden.

Als KOSMOS Fellow konnten wir Prof. Sandro Mezzadra gewinnen, der das Projekt der Sommer Universität mit einem ausgedehnten Aufenthalt an der Humboldt Universität unterstützen wird. Gemeinsam mit den Forschern der Humboldt Universität wird der KOSMOS Fellow die inhaltliche Gestaltung der Sommer Universität übernehmen sowie seine eigene Forschung verfolgen.

Auch außeruniversitäre Partner (z.B. das Haus der Kulturen der Welt) begleiten und unterstützen die Sommer Universität.

21.04.2015

Start der Kooperation zwischen BIM und der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)

Im Herbst dieses Jahres wird die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) in Kooperation mit dem Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) eine groß angelegte Umfrage zum Thema „Diskriminierungserfahrungen in Deutschland“ starten.

Ziel der Umfrage ist es, Handlungsmöglichkeiten und -notwendigkeiten für Politik und Antidiskriminierungsarbeit zu identifizieren. Zielgruppe der Befragung sind alle Menschen in Deutschland, die subjektive Diskriminierungserfahrungen gemacht oder eine Diskriminierung beobachtet haben.

Im Rahmen eines Workshops am Montag, den 16. März 2015, haben sich die ADS und das BIM gemeinsam mit verschiedenen Akteurinnen und Akteuren der Antidiskriminierungsarbeit und aus Nichtregierungsorganisationen zu den Inhalten der Umfrage ausgetauscht. Zentrale Themen hierbei waren die konkrete Ausgestaltung des Fragenkataloges sowie Möglichkeiten zur Verbreitung der Umfrage. Zu letzterem Punkt wurde insbesondere diskutiert, wie Menschen, die online eher schwer zu erreichen sind, in die Umfrage eingebunden werden können.

Die Teilnehmenden des Workshops empfahlen unter anderem, die Umfrage auch in unterschiedlichen Fremdsprachen, Gebärdensprache und in Leichter Sprache zugänglich zu machen sowie Menschen in Seniorenheimen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Moscheen, Selbstorganisationen von Migrantinnen und Migranten usw. über ein Multiplikatoren-Modell vor Ort direkt anzusprechen.

Zudem ging es darum sicherzustellen, dass mit dem geplanten Fragebogen Diskriminierungserfahrungen in Anknüpfung an alle im AGG geschützten Merkmale sowie die „soziale Herkunft“ gleichermaßen erhoben werden können.

Um ein gutes Gelingen der Umfrage zu gewährleisten, soll auch weiterhin ein enger Austausch mit den Akteurinnen und Akteuren der Antidiskriminierungsarbeit erfolgen und diesen die Möglichkeit gegeben werden, ihre Ideen und Hinweise aktiv einzubringen.

Quelle: ADS Ankündigung

17.04.2015

Veröffentlichung der BIM-Studie "Strukturen und Motive der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit (EFA) in Deutschland"

Veröffentlichung der BIM-Studie

Am 17.4.2015 fand im BIM ein Pressegespräch zur Veröffentlichung der BIM-Studie "Strukturen und Motive der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit (EFA) in Deutschland" statt.

Seit einigen Jahren engagieren sich immer mehr Menschen freiwillig für die Belange von Flüchtlingen in Deutschland. Die EFA-Studie ist explorativ ausgelegt und legt dar, wie ehrenamtliche Arbeit organisiert ist, zeigt strukturelle Probleme auf und unterbreitet Handlungsempfehlungen der Rahmenbedingungen für ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit.

Hier finden Sie die Pressemitteilung: PM EFA-Studie / BIM

Hier finden Sie die Studie: EFA-Studie

Hier finden Sie den Medienspiegel: Medienspiegel EFA-Studie

25.03.2015

Pressegespräch in Kooperation mit dem Mediendienst Integration zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts (Kopftuch bei muslimischen Lehrerinnen)

Pressegespräch in Kooperation mit dem Mediendienst Integration zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts (Kopftuch bei muslimischen Lehrerinnen)

Das Bundesverfassungsgericht hat eine lange erwartete Entscheidung über Kopftuchverbote für Lehrerinnen bekannt gegeben und sein Urteil von 2003 korrigiert: Ein pauschales Kopftuchverbot ist demnach nicht mit der Religionsfreiheit im Grundgesetz vereinbar. Doch welche Konsequenzen hat der Beschluss für die acht Bundesländer mit einem Kopftuchverbot oder Neutralitätsgesetz?

Gemeinsam mit dem "Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung" lud der MEDIENDIENST zu einem Experten-Gespräch ein.

Mit dabei:

• Fereshta Ludin reichte im Jahr 2000 eine Verfassungsbeschwerde ein, die zur ersten Kopftuch-Entscheidung beim Bundesverfassungsgericht 2003 führte.

• Prof. Dr. Gökce Yurdakul, Institut für Sozialwissenschaften an der HumboldtUniversität zu Berlin, 2014 erschien von ihr "The Headscarf Debates – Conflicts of National Belonging", Mitglied im Rat für Migration.

• Dr. Michael Wrase, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Schwerpunkte: Verfassungsrecht und Bildungsrecht.

• Dr. Sabine Berghahn, Politik- und Rechtswissenschaftlerin mit Schwerpunkt Gleichstellungs- und Antidiskriminierungspolitik, Freie Universität Berlin.

• Dr. Naika Foroutan, stellv. Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung, Studie „Deutschland Postmigrantisch“, Vorstandsmitglied im Rat für Migration.

13.03.2015

Deutschland postmigrantisch 2 - Einstellungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu Gesellschaft, Religion und Identität

Anläßlich des Bundeskongresses der "Jungen Islam Konferenz - Deutschland" wurde die Studie ""Deutschland postmigrantisch II - Einstellungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu Gesellschaft, Religion und Identität" veröffentlicht. Die JUNITED-Forschungsgruppe wird durch die Stiftung Mercator gefördert.

Hier findet sich die aktuelle BIM-Pressemitteilung zur Veröffentlichung der Studie: Pressemitteilung "Deutschland postmigrantisch II"

Unter http://www.bim.hu-berlin.de/de/deutschland-postmigrantisch-2/ ist ab dem 13.03.2015 die Veröffentlichung "Deutschland postmigrantisch II - Einstellungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu Gesellschaft, Religion und Identität" abrufbar.​

05.03.2015

Zusammenfassung 3. "Akademische Debatte": "The Contemporary Refugee Situation in a Global Perspective

Hier findet sich eine Zusammenfassung von Gala Rexer ((Student Assistant, Diversity and Social Conflict, HU Berlin) der dritten Akademischen Debatte "The Contemporary Refugee Situation in a Global Perspective" (u.a. Prof. Dr. Stephen Castles, Dr. Olaf Kleist und Dr. Serhat Karakayali) als Download: : Zusammenfassung Akademische Debatte

19.02.2015

Stellenausschreibung BIM-Abteilung "Arbeitsmarkt, Migration und Integration" und BIM-Abteilung "Wissenschaftliche Grundfragen zu Integration und Migration"

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in - E 13 TV-L HU (Drittmittelfinanzierung befristet für 2,5 Jahre) in der Abteilung "Arbeitsmarkt, Migration und Integration"

Kennziffer: DR/013/15

Aufgabengebiet
Wiss. Dienstleistungen in der Forschung in der Abteilung „Arbeitsmarkt, Migration und Integration“ im Berliner Institut für Migrations- und Integrationsforschung (BIM), insb. quantitativ-empirische Arbeitsmarktforschung im Bereich Migration und Integration; internationale Publikationen von Forschungsergebnissen; gemeinsame Einwerbung von Drittmitteln im Bereich Arbeitsmarkt; Mitarbeit bei der Organisation von Workshops

Anforderungen
Abgeschlossenes wiss. Hochschulstudium und Promotion in den Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften, Statistik; vertiefte Kenntnisse in der sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Arbeitsmarktforschung; fundierte Kenntnisse quantitativ-empirischer Forschungsmethoden; Erfahrungen im Umgang mit Daten der Arbeitsmarktforschung; Internationale Publikationen und Konferenzerfahrungen; sichere Englischkenntnisse in Wort und Schrift

Bewerbung bis 13.03.2015

Bewerbungen sind unter Angabe der Kennziffer an die
Humboldt-Universität zu Berlin,
Kultur-, Sozial-, und Bildungswissenschaftliche Fakultät,
Institut für Sozialwissenschaften,
Prof. Giesecke (Sitz: Universitätsstr. 3b),
Unter den Linden 6,
10099 Berlin
vorzugsweise per E-Mail in einem PDF-Dokument an gabi.sonnenberg@sowi.hu-berlin.de zu richten.

 

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in - E 13 TV-L HU (Drittmittelfinanzierung befristet für 2,5 Jahre - 50%) in der Abteilung "Wissenschaftliche Grundfragen zu Integration und Migration"

Kennziffer: DR/015/15

Aufgabengebiet
Wiss. Dienstleistungen in der Forschung in der Abteilung „Wissenschaftliche Grundfragen zu Integration und Migration“ im Berliner Institut für Migrations- und Integrationsforschung
(BIM) sowie gemeinsame Einwerbung von Drittmitteln; Mitarbeit bei der Organisation von Workshops; internationale Publikationen von Forschungsergebnissen; Aufgaben
zur Vorbereitung einer quantitativ-empirischen Promotion im Bereich der Grundlagen der
Migrations-und Integrationsforschung, z. B. zu Fragen von Identität oder Diskriminierung

Anforderungen
Abgeschlossenes wiss. Hochschulstudium in den Sozial-und Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt empirische Forschung und/oder statistische Methoden; herausragende Kenntnisse quantitativer Methoden in der empirischen Sozialforschung; Erfahrung im Umgang mit Paneldaten von Vorteil; vertiefte Kenntnisse in der sozialwissenschaft-lichen Migrations-
und Integrationsforschung; gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift

Bewerbung bis 27.03.2015

Bewerbungen sind unter Angabe der Kennziffer an die
Humboldt-Universität zu Berlin,
Kultur-, Sozial-, und Bildungswissenschaftliche Fakultät,
Institut für Sozialwissenschaften,
Prof. Giesecke (Sitz: Universitätsstr. 3b),
Unter den Linden 6,
10099 Berlin
vorzugsweise per E-Mail in einem PDF-Dokument an gabi.sonnenberg@sowi.hu-berlin.de zu richten.

04.12.2014

BIM-Pressekonferenz 3.12.2014: Studie "Deutschland postmigrantisch", Pressematerialien und Medienspiegel

BIM-Pressekonferenz 3.12.2014: Studie

Hier finden Sie die Pressemitteilung:

PM BIM-PK 3.12.2014

Hier finden Sie eine Auflistung der bisherigen Berichterstattung in den Medien:

Medienspiegel BIM-PK_Stand: 4.12.2014

Hier finden Sie die Studie "Deutschland postmigrantisch" sowie den dazugehörigen Methodenbericht und die Pressemitteilung:

Link zur Studie "Deutschland postmigrantisch"

29.11.2014

Teilnahme des BIM am 7. Integrationsgipfel der Bundesregierung im Bundeskanzleramt

26.11.2014

BIM-Pressekonferenz am 3.12.2014

Was ist deutsch und wer gehört zum „deutschen Wir“, jetzt da Deutschland ein Einwanderungsland ist?

Nachdem Migration als etwas Unumkehrbares erkannt worden ist, das Deutschland kontinuierlich vielfältiger werden lässt, finden nun Aushandlungen darüber statt, wie wir mit dieser postmigrantischen Vielfalts-Realität umgehen wollen. „Postmigrantisch“ richtet den Blick auf die Gestaltung der Gesellschaft nach erfolgter Einwanderung. Wer darf mitgestalten und wer nicht? Wer gehört zum „deutschen Wir“ – und wer nicht? Und wie wird dieses „deutsche Wir“ definiert?

Die Akzeptanz einer pluralen Gesellschaft lässt sich unter Anderem am Umgang mit und der Einstellung gegenüber kulturellen, ethnischen, religiösen oder nationalen Minderheiten messen. Eine der größten religiösen Minderheiten in diesem Land sind derzeit Muslime. Der Umgang mit dieser Gruppe kann als „Seismograf“ gesehen werden, um die Einstellungen zu Vielfalt und Pluralität innerhalb der Gesamtbevölkerung zu messen und der Frage nachzugehen, was für die Bevölkerung heute „Deutschsein“ bedeutet und was nicht.

Die Pressekonferenz stellt eine bundesweite repräsentative Umfrage mit 8270 Befragten, die von Wissenschaftler_innen des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt-Universität zu Berlin durchgeführt und von der Stiftung Mercator gefördert wurde vor.

Es sprechen:

  • Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz (Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin)
  • Staatsministerin Aydan Özoğuz (Kuratoriumsvorsitzende des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung)
  • Winfried Kneip (Geschäftsführer der Stiftung Mercator)
  • Dr. Naika Foroutan (Stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung) sowie weitere beteiligte Wissenschaftler_ innen der Studie „Deutschland postmigrantisch“.

Weitere Informationen, Anmeldung zur Pressekonferenz und Pressekontakt:

Dipl.-Pol. Damian Ghamlouche

Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM)

Tel.: (030) 220 15 705 / d.ghamlouche@hu-berlin.de

11.11.2014

Prof. Dr. Gökce Yurdakul (Abteilung wissenschaftliche Grundfragen zu Integration und Migration): The headscarf debates in Europe and Turkey

Prof. Dr. Gökçe Yurdakul (Abteilung wissenschaftliche Grundfragen zu Integration und Migration) hat gemeinsam mit Anna C. Korteweg einen Artikel in der englischen Ausgabe der türkischen Tageszeitung Hürriyet veröffentlicht: Artikel Yurdakul/Korteweg Hürriyet

03.11.2014

BIM ist nationaler Partner des MIPEX

Das BIM ist nationaler Kooperationspartner des "Migration Integration Policy Index" (MIPEX). Das Projekt wird u.a. durch die Europäische Union gefördert. Die nationalen Kooperationspartner beteiligen sich an der Analyse der jeweiligen Nationalstaaten bzw. Migrationsgesellschaften.

Hier finden Sie den Link zur MIPEX-Homepage: Auflistung der nationalen Partner des MIPEX

20.10.2014

Teilnahme des BIM am Sportausschuss des Deutschen Bundestages

Am Mittwoch, dem 15. Oktober 2014 hat der Sportausschuss des Deutschen Bundestages getagt. Die Sitzung des Ausschusses hat sich mit dem Thema "Integration im Sport" beschäftigt. Das BIM wurde auf Einladung von Prof. Dr. Sebastian Braun (Direktor BIM) vertreten. Frau Staatsministerin Aydan Özoğuz (Kuratoriumsvorsitzende des BIM) und Willi Hink (DFB) haben ebenfalls am Sportausschuss teilgenommen, so dass zwei Förder- und Unterstützerpartner des BIM vertreten waren. Hier finden Sie den Beitrag von Prof. Dr. Sebastian Braun, der anlässlich der Sitzung verfasst wurde:
Beitrag von Prof. Dr. Sebastian Braun / Sportausschuss des Deutschen Bundestages

06.10.2014

BIM Vorlesungsverzeichnis WS 14/15

Das Ziel des BIM besteht darin, die vorhandene Expertise im Bereich der Integrations- und Migrationsforschung an der HU Berlin einschließlich ihrer vielfältigen internationalen Kooperationen zu bündeln. Um dieses Ziel auch in die Lehre zu übertragen, führt das vorliegende kommentierte Vorlesungsverzeichnis die unterschiedlichen Lehrveranstaltungen der HU Berlin im weiteren Themenfeld „Integration und Migration“ zusammen, um den Studierenden eine Orientierung bei einer möglichen thematischen Schwerpunkt oder eine Auswahlmöglichkeit im Studium generale zu eröffnen. Die Liste der BIM relevanten Lehrveranstaltungen für das WS 14/15 finden Sie unter folgendem Link: http://www.bim.hu-berlin.de/media/BIM-VVZ_30092014.pdf

01.10.2014

Pressereaktionen zur Studie "Hamburg postmigrantisch. Einstellungen der Hamburger Bevölkerung zu Musliminnen und Muslimen"

Die Studie "Hamburg postmigrantisch. Einstellungen der Hamburger Bevölkerung zu Musliminnen und Muslimen" wurde am 26. 9. 2014 der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie wurde von der Forschungsgruppe "Junge Islambezogene Themen in Deutschland" im BIM verfasst und mit Mitteln der Stiftung Mercator gefördert. Die Hamburger Studie ist eine Teilauskopplung eines bundesweit erhobenen Datensatzes. Weitere bundesländerspezifische Auskopplungen und bundesweite Sonderauswertungen werden folgen.

Die Pressemitteilung zur Studienveröffentlichung finden Sie hier: http://www.bim.hu-berlin.de/media/PM_Hamburg%20postmigrantisch%202014.pdf

Studie "Hamburg postmigrantisch": http://www.bim.hu-berlin.de/media/BIM_Hamburg%20postmigrantisch%202014.pdf

Methodenbericht "Hamburg postmigrantisch": http://www.bim.hu-berlin.de/media/Methodenbericht%20Deutschland%20postmigrantisch.pdf

Hier finden Sie einige Medienberichte, die auf die Studie Bezug nehmen:

1.10.2014 - migazin.de - Stabile Vorurteile gegenüber Muslimen: http://www.migazin.de/2014/10/01/hamburg-stabile-vorurteile-gegenueber-muslimen/

29.9.2014 - taz - Umfassend gegen Radikalisierung: http://www.taz.de/Gewaltbereiten-Salafismus-verhindern/!146848/

29.9.2014 - DIE WELT - 30 Prozent sehen Moslems negativ: http://www.welt.de/print/welt_kompakt/hamburg/article132715660/30-Prozent-sehen-Moslems-negativ.html

29.9.2014 - IslamIQ - „Wir sollten Muslimen mehr Anerkennung entgegenbringen.“: http://www.islamiq.de/2014/09/29/wir-sollten-muslimen-mehr-anerkennung-entgegenbringen/

29.9.2914 - Hamburger Abendblatt - Jeder dritte Hamburger sieht Moslems negativ:http://www.abendblatt.de/hamburg/article132715589/Jeder-dritte-Hamburger-sieht-Moslems-negativ.html

27.9.2014 - Hamburger Abendblatt - Junge Islam-Konferenz in Hamburg soll Vorurteile abbauen:
http://www.abendblatt.de/hamburg/hamburg-mitte/article132684624/Junge-Islam-Konferenz-in-Hamburg-soll-Vorurteile-abbauen.html

27.9.2014 - Informationsdienst Wissenschaft - Vorurteile können Nährboden für Rechtspopulismus bilden: http://idw-online.de/pages/de/news?print=1&id=605277

29.09.2014

Buchbesprechung "The Headscarf Debates. Conflicts of National Belonging"

Buchbesprechung

Der "Mediendienst Integration" hat das neu erschienene Buch von Prof. Gökçe Yurdakul - Leiterin der BIM-Abteilung "Wissenschaftliche Grundfragen zu Integration und Migration" - besprochen. Unter dem Titel "Verhandelt wird, wer dazugehört" fasst Miriam Ajayi die wesentlichen Ergebnisse der Analyse der Kopftuch-Debatten zusammen: https://mediendienst-integration.de/artikel/zusammenfassung-buch-the-headscarf-debates-kopftuchdebatten-yurdakul.html

29.09.2014

Studie "Hamburg postmigrantisch. Einstellungen der Hamburger Bevölkerung zu Musliminnen und Muslimen"

Die Studie "Hamburg postmigrantisch. Einstellungen der Hamburger Bevölkerung zu Musliminnen und Muslimen" wurde am 26. 9. 2014 der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie wurde von der Forschungsgruppe "Junge Islambezogene Themen in Deutschland" im BIM verfasst und mit Mitteln der Stiftung Mercator gefördert. Die Hamburger Studie ist eine Teilauskopplung eines bundesweit erhobenen Datensatzes. Weitere bundesländerspezifische Auskopplungen und bundesweite Sonderauswertungen werden folgen.

Die Pressemitteilung zur Studienveröffentlichung finden Sie hier: http://www.bim.hu-berlin.de/media/PM_Hamburg%20postmigrantisch%202014.pdf

Hier finden Sie die Studie "Hamburg postmigrantisch. Einstellungen der Hamburger Bevölkerung zu Musliminnen und Muslimen": http://www.bim.hu-berlin.de/media/BIM_Hamburg%20postmigrantisch%202014.pdf

Hier finden Sie den Methodenbericht zur Studie "Hamburg postmigrantisch. Einstellungen der Hamburger Bevölkerung zu Musliminnen und Muslimen": http://www.bim.hu-berlin.de/media/Methodenbericht%20Deutschland%20postmigrantisch.pdf

27.09.2014

Pressemitteilung

Hamburger Bevölkerung offen für  Vielfalt – allerdings stabile Vorurteile gegenüber Muslimen vorhanden. Die Vorurteile gegenüber Muslimen können Nährboden für Rechtspopulismus bilden.

Studie an der Humboldt-Universität zu Berlin verweist auf weitgehende Akzeptanz von Vielfalt in der Hamburger Bevölkerung - gemessen an Einstellungen gegenüber Musliminnen und Muslimen. Jedoch sind die Zustimmungswerte zu anti-muslimischen Vorurteilen auch in der offenen und liberalen Hansestadt weiterhin hoch.

Studie an der Humboldt-Universität zu Berlin verweist auf weitgehende Akzeptanz von Vielfalt in der Hamburger Bevölkerung - gemessen an Einstellungen gegenüber Musliminnen und Muslimen. Jedoch sind die Zustimmungswerte zu anti-muslimischen Vorurteilen auch in der offenen und liberalen Hansestadt weiterhin hoch.

Berlin/Hamburg 26.09.2014 – Die Hamburger Bevölkerung ist Musliminnen und Muslimen gegenüber zwar aufgeschlossen und zeigt ein sichtbares Maß an Offenheit gegenüber Diversität, allerdings halten sich zahlreiche Vorurteile hartnäckig. Dies zeigt eine repräsentative Studie mit dem Titel „Hamburg postmigrantisch“, die im Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der Humboldt-Universität zu Berlin durchgeführt wurde und die anlässlich der Jungen Islam Konferenz – Hamburg 2014 und mit Förderung der Stiftung Mercator am morgigen Samstag im Hamburger Rathaus in Auszügen veröffentlicht wird.

„In Hamburg gibt es ein solides Fundament der Toleranz gegenüber Pluralität. Auf Grundlage dieser starken demokratischen Kultur erleben die meisten Hamburgerinnen und Hamburger die muslimische Kultur als Bereicherung. Doch nahezu ein Drittel der Hamburger Bevölkerung vertritt weiterhin abwertende Ansichten, mit starken Vorurteilsmotiven“, so Dr. Naika Foroutan,  stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt-Universität zu Berlin.

 „In postmigrantischen Gesellschaften – also Gesellschaften, die ihre identitäre Struktur neu aushandeln, nachdem sie Migration als unumkehrbare Realität erkannt haben – ist ein solches Auseinanderklaffen der Positionen typisch. Die Gesellschaft polarisiert sich zunehmend entlang der Haltung gegenüber Vielfalt, die auch durch und nach Migration entsteht. Wir dürfen uns also nicht zurücklehnen, wenn wir einen Integrationsoptimismus messen – denn gleichzeitig nimmt der Rechtspopulismus zu.“ erklärt die Sozialwissenschaftlerin.

Antimuslimische Bilder im Alltag etabliert

Stereotype Haltungen gegenüber Muslimen sind in Hamburg weiterhin hoch: Ein Drittel der Befragten stimmt der Aussage „Muslime sind aggressiver als wir“ zu und schreibt damit Muslimen  nicht nur unveränderliche Eigenschaften zu, sondern markiert sie als klare Fremdgruppe außerhalb des deutschen „Wir“. Die Bildungsorientierung muslimischer Eltern wird zwar von 44,9 Prozent der Befragten mit der der Eigengruppe gleichgesetzt. Dennoch gibt es bei 34,9 Prozent der Befragten Vorbehalte, das eigene Kind in eine Schule zu schicken, in der jeder vierte Schüler muslimisch ist. Und 20,9 Prozent der Hamburger nehmen Muslime als soziale Belastung wahr.

Etwas mehr als jede vierte Person in Hamburg stimmt zudem der Aussage zu „Muslime in Deutschland bedrohen viele Dinge, die ich in dieser Gesellschaft für gut und richtig halte“. Als bedroht erachten die Befragten Werte wie das soziale Miteinander, Sicherheit und Ordnung oder Religions- und Glaubensfreiheit.

Überschätzung des Anteils der Muslime eklatant

Das subjektive Bedrohungsgefühl geht besonders mit der erheblichen Überschätzung des Anteils der Muslime an der deutschen Bevölkerung einher. Dieser liegt real bei ca. 4 Millionen, also etwa 5Prozent. Allerdings überschätzen 70 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger die Zahl der Muslime in Deutschland. Jeder zweite sogar sehr deutlich: So überschätzen 23,3 Prozent der Befragten den Anteil mit Schätzwerten zwischen 11 Prozent bis 20 Prozent stark und 26,1 Prozent überschätzen diesen mit Werten von über 20 Prozent sehr stark.

Einstellungen zu religionspolitischen Fragen dennoch positiv

Während die Hamburger und Hamburgerinnen religiösen Symbolen im Klassenzimmer grundsätzlich kritisch gegenüberstehen – nur 36,5 Prozent denken, dass diese erlaubt sein sollten – zeigen sie sich dem Kopftuch bei Lehrerinnen gegenüber aufgeschlossener: 43,9 Prozent der Befragten halten dieses individuelle religiöse Symbol für zulässig.

Offen zeigen sich die Hamburgerinnen und Hamburger auch beim Bau von Moscheen: Nahezu zwei Drittel sprechen sich gegen Einschränkungen beim Bau öffentlich sichtbarer Moscheen aus.

Gespalten ist die Hamburger Bevölkerung hingegen bezüglich der Beschneidung von Jungen: Fast die Hälfte aller Befragten will dieses Kernelement des jüdischen und muslimischen Glaubens verbieten. Trotz rechtlicher Anerkennung dieser Praxis bleiben Vorbehalte, die in der Beschneidungsdebatte aufgebrochen und geschürt wurden, weiter bestehen.

Die Selbstwahrnehmung Hamburgs als multikulturelle, multi-ethnische, multi-religiöse und multi-nationale Stadt ist offenbar so stark verankert, dass damit eine gewisse Gelassenheit gegenüber religionspolitischen Themen einhergeht, trotz der starken Säkularität in der Bevölkerung.

Positive Signale finden sich auch in Zustimmungswerten von 65,5 Prozent zu der Aussage „Wir sollten Muslimen mehr Anerkennung entgegenbringen.“ Darüber hinaus nehmen 58,7 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger den Islam als eine kulturelle Bereicherung war.

Wissen über Muslime gering – Begegnungen stärken

Ein Großteil der Hamburger Bevölkerung (58,5 Prozent) schätzt ihr eigenes Wissen als gering ein, wohingegen 39,8 Prozent meinen, sehr bis eher viel über Muslime in Deutschland zu wissen. Allerdings haben weitere Analysen gezeigt, dass die Einschätzung des eigenen Wissens als hoch oder niedrig keinen Einfluss auf die Einstellungen gegenüber Muslimen bspw. in Bezug auf die Wahrnehmung von deren Aggressivität hat. 43,4 Prozent der Hamburger Befragten ziehen ihr Wissen zu islambezogenen Themen aus Gesprächen mit muslimischen Personen. Auch Medien wie Fernsehen und Zeitungen bilden zwar eine wichtige Wissensquelle, aber Gespräche mit Muslimen gehen auffälligerweise mit Einstellungen einher, die weniger von Stereotypen geprägt sind. Diese Tatsache verweist auf die Notwendigkeit, Dialogprojekte und Alltagskontakte auszubauen. Sie stellen einen positiven Einflussfaktor für den Abbau von Vorurteilen dar. Dies ist genau der Ansatz, den die Junge Islam Konferenz verfolgt, die nun auch in Hamburg etabliert wird.

„Gerade in den derzeit sehr kontrovers geführten Debatten um Islam und Muslime - auch bedingt durch internationale Konflikte - ist es wichtig, die in der Öffentlichkeit bestehenden Bilder, Stereotype und Vorurteile zu analysieren und kritisch zu reflektieren“, so Esra Küçük, Leiterin der Jungen Islam Konferenz. „Junge Menschen egal welcher Herkunft und gleich welcher Religion oder Weltanschauung sollten die Möglichkeit bekommen, sich differenziert mit der Thematik vertraut zu machen, um die Deutungshoheit keinen populistischen oder extremistischen Akteuren zu überlassen, die einfache Antworten auf komplexe Fragen anbieten. Mit einem praktizierten und überzeugten demokratischen Zusammenhalt und einer zeitgemäßen Haltung zu Vielfalt wollen wir als JIK solchen Vereinfachungen und ihren menschenfeindlichen Konsequenzen durch den Aufbau von Wissen und den Ausbau von Netzwerken begegnen“, führt Esra Küçük weiter aus.

Die Ergebnisse der Studie „Hamburg postmigrantisch“ werden am 27.09.2014 im Hamburger Rathaus um 10.30h nach dem Pressefrühstück der Jungen Islam Konferenz – Hamburg 2014 vorgestellt.

Die Forschungsgruppe JUNITED

Die Forschungsgruppe JUNITED – Junge Islambezogene Themen in Deutschland -  untersucht aus einer transdisziplinären Perspektive das gesellschaftspolitische Reaktionsspektrum auf ein sich wandelndes Einwanderungsland Deutschland; dies mit Bezug auf die Themenfelder Islam und Muslime. Im Zuge dessen führt JUNITED die wissenschaftliche Begleitung des Projekts „Junge Islam Konferenz“ durch. Die Forschungsgruppe ist unter der Leitung von Dr. Naika Foroutan im Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedelt. JUNITED ist ein Förderprojekt der Stiftung Mercator.

http://junited.hu-berlin.dehttp://www.junge-islamkonferenz.de/

Das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung

Das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) wird durch die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, den Deutschen Fußball-Bund (DFB), die Bundesagentur für Arbeit (BA) und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördert und unterstützt.

www.bim.hu-berlin.de

Pressekontakt

presse@j-i-k.de

Junge Islam Konferenz – Deutschland (JIK)

Am Festungsgraben 1 | D- 10117 Berlin

Tel.: +49 30 2887 4567-0

 

Die Studie “Hamburg postmigrantisch. Einstellungen der Hamburger Bevölkerung zu Musliminnen und Muslimen in Deutschland“ ist unter http://junited.hu-berlin.de/hamburg-postmigrantisch-2014 erhältlich.                            

25.09.2014

Akademische Debatte

Akademische Debatte

18.09.2014

Internationale Sommerschule "Expanding the Margins: Migration, Mobilities, Border", 21.-26.09.2014

Das Programm ist interdisziplinär auf MA- und PhD-Studierende der Europäischen Ethnologie, Sozialwissenschaften, Politikwissenschaften, Humangeographie, Philosophie und Gender Studies der sechs beteiligten Partneruniversitäten ausgerichtet. Es wird von vier Nachwuchswissenschaftlerinnen der HU organisiert. Folgende Lehrende des BIM sind beteiligt: Sina Arnold, Dr. Manuela Bojadzijev, Dr. Serhat Karakayali , Dr. Birgit zur Nieden

10.09.2014

Mainstreaming Sport Science in Germany - Interview with ICSSPE

Sebastian Braun is Professor for Sport Sociology at the Humboldt University Berlin (Germany) and has recently been appointed as Director of the newly founded Berlin Institute for Empirical Research on Integration and Migration (BIM). ICSSPE talked to him about his work and current projects as well as the interdisciplinary idea the BIM is based on.

http://www.icsspe.org/content/mainstreaming-sport-science-germany

11.08.2014

Ausschreibung: Juniorprofessur „Sport, Integration und Migration“

Der folgende Ausschreibungstext findet sich im Original auf der entsprechenden Internetseite der HU Berlin.

An der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät, Institut für Sportwissenschaft, ist in Kooperation mit dem Berliner Institut für Empirische Integrations- und Migrationsforschung eine

Juniorprofessur „Sport, Integration und Migration“

zum 01.10.2014 zu besetzen.

Kennziffer: JP/004/14
Einsatzort: Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Sportwissenschaft, in Kooperation mit dem Berliner Institut für Empirische Integrations- und Migrationsforschung
Bewerbung bis: 04.09.2014

Der/die zukünftige Stelleninhaber/in soll in Forschung und Lehre interdisziplinär anschlussfähige sozialwissenschaftliche Arbeitsschwerpunkte im Bereich der Integrations- und Migrationsforschung im Sport und speziell im Fußballsport bearbeiten (z. B. Integrations-, Sozialisations-, Partizipations- und/oder Ungleichheitsforschung im Sport/Fußball; Integrations- und Migrationspolitiken im Sport/Fußball; Vereins- und Verbändeforschung im Fußball/Sport). Dabei wird eine profilierte empirische Forschungsausrichtung insb. in der quantitativen Sozialforschung und einschlägige empirische Methodenkompetenz erwartet. Die empirische Forschung soll auch zur Erarbeitung praxisbezogener Umsetzungsstrategien und Interventionskonzepte dienen. Erfahrungen in der Drittmitteleinwerbung sind erwünscht. In der Lehre soll der/die Stelleninhaber/in das sportwissenschaftliche Studium an der HU Berlin in den entsprechenden Arbeitsgebieten profilieren.

Die Bewerber/innen müssen die Anforderungen für die Berufung zum/zur Juniorprofessor/in gemäß § 102 a des Berliner Hochschulgesetzes erfüllen.

Bewerbung an:
Die Humboldt-Universität strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an und fordert qualifizierte Wissenschaftlerinnen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Bewerbungen aus dem Ausland sind ausdrücklich erwünscht. Schwerbehinderte Bewerber/innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht.

Bewerbungen sind unter Angabe der Kennziffer an die Humboldt-Universität zu Berlin, Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Dekanat, Frau Prof. von Blumenthal, Unter den Linden 6, 10099 Berlin zu richten. Da wir Ihre Unterlagen nicht zurücksenden, bitten wir Sie, Ihrer Bewerbung nur Kopien beizulegen.

Bewerbungen können auch in elektronischer Form erfolgen. Bitte nutzen Sie dazu die Email-Adresse: berufungen.ksbf@hu-berlin.de

25.06.2014

Quelle: Homepage DOSB http://www.integration-durch-sport.de/de/integration-durch-sport/aktuelles

Erkenntnisgewinn mal sechs

Das „Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung“ vereint sehr verschiedene Wissenschaftsperspektiven, darunter die des Sports – über ein Projekt wider Kirchturm- und Elfenbeinturmdenken.

Es kann keinen Zweifel mehr geben: Berlin ist Deutschlands Hauptstadt. Nämlich in der Integrationsforschung, die junge Vergangenheit zeigt es. Nicht nur, dass das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, eine Denkfabrik für demographischen Wandel, kürzlich mit seiner Studie „Neue Potenziale“ Aufsehen erregte, die die Lage der Integration in Deutschland beschreibt (siehe Meldung); schon zuvor, im April, hatte es an der Humboldt-Universität eine sehr gut besuchte Pressekonferenz gegeben, auf der sich das BIM vorstellte, das „Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung“. Die neue Einrichtung verfolgt einen Ansatz, der ihre Arbeit nicht nur für die Wissenschaft interessant macht, sondern auch für Medien, Politik, Zivilgesellschaft. Und für den Sport.

Die breite Ausstrahlung ist ein Kern des BIM-Konzepts, das Gründungsdirektor Sebastian Braun und Kollegen seit April 2013 entwickelt haben. Damals hatten die Hertie-Stiftung, der Deutsche Fußball-Bund (DFB), die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung und die Bundesagentur für Arbeit einen Wettbewerb unter Universitäten ausgeschrieben, um die Entstehung eines neuen Instituts anzuregen. Die Einladung landete auch auf dem Schreibtisch von Braun, Professor für Sportsoziologe an der Humboldt-Universität, zu dessen weiteren Forschungthemen unter anderem Integration zählt. Gemeinsam mit Spezialisten anderer Fachgebiete (nicht allein an der Humboldt-Uni) erarbeitete er das BIM-Konzept, das den Zuschlag bekam und seit Februar 2014 umgesetzt wird.

Wissenschaft in Wirklichkeit

Es geht also um Integration und Migration. In Deutschland und Europa. Wie sie sich  entwickelt hat und sich entwickeln wird. Und es geht, darum, „zur Versachlichung der  Debatte über Integration und Migration beizutragen“ wie Braun sagt. Breite Ausstrahlung, gesellschaftlicher Anspruch, nur kein Elfenbeinturm- und Kirchturmdenken. Der Direktor erläutert das in einem Dreiklang: „Das BIM integriert wissenschaftliche Vielfalt, das BIM integriert Theorie und Wirklichkeit, das BIM integriert gesellschaftliche und staatliche Akteure.“

Was heißt das praktisch? In Sachen Vielfalt Folgendes: Das BIM vereint sechs Abteilungen mit je eigenem Schwerpunkt, darunter Arbeitsmarkt, Gesundheit, Bildung und auch Sport, laut Braun immer noch ein „relativ besonderer“ Aspekt auf dem Forschungsfeld Integration und Migration. Noch besonderer ist das Gesamtkonstrukt. Wohl keine andere Einrichtung hierzulande betrachtet das Thema aus so so vielen Blickwinkeln. „Die zentrale und sehr traditionsreiche Frage, die unsere Forschung verbindet, ist die nach dem Zusammenhalt von Gesellschaften“, sagt Braun. Es gehe dem BIM darum, die in den einzelnen Disziplinen geführten, höchst unterschiedlichen Debatten über Migration zusammenzuführen: Was weiß der Etnhologe, das den Psychologen interessiert? Welche Kontakte hat der Sportsoziologe, die auch der Bildungsexpertin helfen könnten? Und so fort.

Und so weit der wissenschaftliche Ansatz. Mit der „Integration von Theorie und Wirklichkeit“ bezieht sich Sebastian Braun auf den empirischen Anspruch. Die verschiedenen BIM-Experten verstehen Forschung als Basis, um teils selbst erhobene Daten und Erkenntnisse über Europas „Migrationsgesellschaften“ (von denen die deutsche die größte ist) zu analysieren und auch zu transferieren, etwa Richtung Medien. Dieser „Brückenschlag“ zur Realität passt zum Austausch mit Praktikern, den das BIM sucht – Stichpunkt „Integration von zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteuren“. Dazu zählen etwa politische Gremien und Ministerien, soziale Träger, wirtschaftliche Einrichtungen und Sportverbände.

Der  Sport und das Ganze

Für Letztere ist die Abteilung „Integration, Sport und Fußball“ zuständig. Sie wird von Direktor Braun geleitet und arbeitet ebenso mit dem DFB zusammen wie mit dem DOSB respektive dessen Programm „Integration durch Sport“ („IdS“). „Wissenschaftliche Begleitung“, lautet der Auftrag, hinter dem sich zweierlei versteckt.

Erstens hat das BIM einen Fragebogen für die Landes- und Regionalkoordinatoren des Programms entwickelt, um relativ konstant Informationen zu erhalten über den Fortgang der Projekte vor Ort. Zweitens will das BIM untersuchen, inwieweit das Programm im Laufe seines 25-jährigen Bestehens auf Veränderungen der gesellschaftlichen Diskussionen  reagiert hat. Was zum Beispiel geschah in und mit IdS, als das Umfeld vor einigen Jahren den Dialog mit den zuvor gern ignorierten Migrantenorganisationen empfahl? Dass etwas geschah, nimmt das BIM an.

Der Sport als Teil des Ganzen: Das ist der springende Punkt. Seit den späten 90er Jahren befasst sich die Wissenschaft genauer mit der zuvor selten beleuchteten Rolle des Sports für Integrationsprozesse; inzwischen liegt „eine Reihe wirklich wertvoller Studien“ zu dem Thema vor, wie Braun resümiert. Freilich: diese Studien entstammen in der Regel der Sportwissenschaft. Der Blick von der Seite, eine interdisziplinäre Einbettung wäre ein nächster Schritt . „Vielleicht kann die Debatte noch gewinnen, wenn man sich mit Kolleginnen und Kollegen austauscht, die sich mit Integration und Migration in völlig anderen Kontexten beschäftigen“, sagt Braun in seiner Funktion als Abteilungsleiter.

Bleibt eine Frage: Warum spricht das BIM von „Integration“ - anstelle des vermeintlich korrekteren „Inklusion“? Der Institutsdirektor begründet das mit der „ganz, ganz traditionsreichen Integrationsforschung“ in den meisten vom BIM vereinten Disziplinen. „Wir haben uns darauf verständigt, eher an diese Tradition anzuknüpfen, als semantische Sprünge zu machen.“ Entscheidend dabei ist: Kulturelle Integration wird als ein Teilaspekt gesamtgesellschaftlicher Integration betrachtet. Es geht deshalb nicht um „wir“ und „die“, nicht um Menschen mit versus ohne Migrationshintergrund. Im Gegenteil. Der Ethnologe Wolfgang Kaschuba, Vorstandsmitglied des BIM, wird im „Tagesspiegel“ zitiert: „Das Neue ist, dass wir nicht mehr nach Migranten fragen“.

(Autor: Nicolas Richter)

Quelle: Homepage DOSB www.integration-durch-sport.de/de/integration-durch-sport/aktuelles/detail/news/erkenntnisgewinn_mal_sechs/

12.05.2014

Aktuelle Stellenausschreibungen des Instituts

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in mit 1/2-Teilzeitbeschäftigung - E 13 TV-L HU (Drittmittelfinanzierung befristet bis 31.01.2019)

Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Institut für Sportwissenschaft für das BIM

Kennziffer: DR/029/14
Kategorie(n): Wissenschaftliches Personal
Anzahl der Stellen: 1

Aufgabengebiet:
Wiss. Dienstleistungen in Forschung und Lehre im neu gegründeten Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM), insb. im Themenfeld „Integration und Migration“; Wissenschaftskoordination im BIM; administrative Unterstützung des Direktors; Aufgaben zur Vorbereitung einer Promotion

Anforderungen:
Abgeschlossenes wiss. Hochschulstudium in einem sozialwissenschaftlichen Fach; ausgeprägte Fähigkeiten zur selbständigen und eigenverantwortlichen Tätigkeit; sehr gute Organisations-, Kommunikations- und Teamfähigkeiten

Bewerbung bis: 30.05.2014

Bewerbungen sind unter Angabe der Kennziffer an die Humboldt-Universität zu Berlin, Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM), Unter den Linden 6, 10099 Berlin zu richten.

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in - E 13 TV-L HU (Drittmittelfinanzierung befristet für 24 Monate)

Philosophische Fakultät I - Institut für Europäische Ethnologie für das BIM

Kennziffer: DR/030/14
Kategorie(n):Wissenschaftliches Personal
Anzahl der Stellen:1

Aufgabengebiet:
Wiss. Dienstleistungen in der Forschung in der Abteilung Integration, soziale Netzwerke und kulturelle Lebensstile im neu gegründeten Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM), insb. konzeptuelle Entwürfe von Forschungsvorhaben, Durchführung von empirischen Forschungsprojekten; Entwicklung von Kooperationsformen mit den anderen Abteilungen des BIM sowie mit anderen akademischen und zivilgesellschaftlichen Einrichtungen; Publikationstätigkeit und Medienarbeit; Aufgaben zur Erbringung zusätzl. wiss. Leistungen

Anforderungen:
Abgeschlossenes wiss. Hochschulstudium und Promotion in Europäischer Ethnologie, Kulturanthropologie oder empirisch orientierter Sozialforschung; einschlägige Kenntnisse und Erfahrungen in der Migrationsforschung; sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse, Erfahrungen in der Projektbeantragung und Projektarbeit sowie hohe Teamfähigkeit erwünscht

Bewerbung bis: 30.05.2014

Bewerbungen sind unter Angabe der Kennziffer an die Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät I, Institut für Europäische Ethnologie, Prof. Kaschuba, Unter den Linden 6, 10099 Berlin zu richten.

03.04.2014

Auftaktpressekonferenz des BIM

Auftaktpressekonferenz des BIM

Pressespiegel zur Gründung des BIM

Die Auftaktpressekonferenz fand am 02.04.2014 statt. Eine Übersicht der Presseartikel finden Sie hier:

Link zur Pressemitteilung

Tagesschau vom 02.04.2014, 16:00 Uhr, von tagesschau.de, VÖ: 02.04.2014
http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts47564.html

"DFB fördert neues Institut für Integrationsforschung in Berlin", von: DFB-News, VÖ: 02.04.2014
http://www.dfb.de/news/de/d-nachhaltigkeit/dfb-foerdert-neues-institut-fuer-integrationsforschung-in-berlin/56752.html

"Integrationsforscher: "Vereine stabilisieren die Demokratie"", von: DFB-News, VÖ: 02.04.2014
http://www.dfb.de/news/de/d-nachhaltigkeit/integrationsforscher-vereine-stabilisieren-die-demokratie/56274.html

"DFB fördert Institut für Integrationsforschung", von: DFB-TV, VÖ: 02.04.2014
http://tv.dfb.de/index.php?view=7666

"Neues Wissen, neue Perspektiven", von Deutschlandfunk.de, VÖ: 02.04.2014
http://www.deutschlandfunk.de/integrationsforschung-neues-wissen-neue-perspektiven.680.de.html?dram:article_id=281844

"Spielfeld für die Zuwanderung", von tagesspiegel.de, VÖ: 02.04.2014
http://www.tagesspiegel.de/wissen/neues-institut-fuer-migrationsforschung-in-berlin-spielfeld-fuer-die-zuwanderung/9708232.html

"Kritisch-normativ und empirisch-analytisch", von taz.de, VÖ: 03.04.2014
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ba&dig=2014%2F04%2F03%2Fa0198&

"Berlin hat eine neue Forschungsstelle für Migration", kulturradio RBB, VÖ: 02.04.2014
http://www.ardmediathek.de/kulturradio/kulturradio-am-vormittag/berlin-hat-eine-neue-forschungsstelle-fuer-migration?documentId=20564214cHash=6a27a9bced0a186beca7a79540d54140

"Neues Institut soll Migration erforschen", von neues-deutschland.de, VÖ: 03.04.2014
http://www.neues-deutschland.de/artikel/928963.neues-institut-soll-migration-erforschen.html

"Gründung des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung BIM an der HU", von medizin-aspekte.de, VÖ: 03.04.2014
http://www.medizin-aspekte.de/Gruendung-des-Berliner-Instituts-fuer-empirische-Integrations-und-Migrationsforschung-BIM-an-der-HU_48790.html

02.04.2014

Pressemitteilung

Gründung des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der Humboldt-Universität zu Berlin

Partnerschaft mit Hertie-Stiftung, DFB, Bundesagentur für Arbeit und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration profiliert transdisziplinäre Integrations- und Migrationsforschung

Im neu gegründeten „Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung“ (BIM) werden ForscherInnen verschiedener Disziplinen wissenschaftliche Grundlagen erarbeiten und empirische Daten erheben. Damit wollen sie zu einer sachlicheren Diskussion über Integrations- und Migrationsfragen in Europa beitragen und einen besseren Erkenntnistransfer in Politik, Zivilgesellschaft und Medien ermöglichen.
Das BIM wird sich dem zentralen gesellschaftlichen Thema widmen, wie sich die Migrationsgesellschaften in Deutschland und Europa bisher entwickelt haben und künftig entwickeln werden. Welche Bilder und Erkenntnisse entstehen, wenn „Migrationsgesellschaften“ in ihrer Dynamik als Ganzes beobachtet und erforscht werden? Diesen Fragen wird in der Forschung bislang eher getrennt und arbeitsteilig nachgegangen. Deshalb will das BIM die vielfach noch unübersichtlichen wissenschaftlichen Perspektiven und politischen Debatten zusammenführen und neu bündeln.
Das Institut ist mit seiner starken Ausrichtung auf empirische Forschung und der Zusammenstellung von unterschiedlichen Wissenschaftsrichtungen das erste universitäre Institut in Deutschland, das sich in dieser Form umfassend mit dem Thema „Integration und Migration“ auseinandersetzt. Das Spektrum reicht von den Sozial-, Kultur- und Bildungswissenschaften über die Sportwissenschaft und Ökonomie bis hin zur Psychologie und Medizin. Damit vereint das BIM sehr unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven und Methoden, die erstmals unter einem Dach zusammenarbeiten.
In einem von der Hertie-Stiftung initiierten bundesweiten Wettbewerb um die Einrichtung eines Instituts für Integrationsforschung setzte sich das Konzept der Humboldt-Universität zu Berlin gegenüber mehreren anderen universitären Bewerbern durch.
„Das Besondere an diesem neuen Institut ist, dass die Gründer nicht nur bei der Finanzierung einen erheblichen Beitrag leisten, sondern sich auch mit ihren Daten in den wissenschaftlichen Betrieb einbringen. Auch die Hertie-Stiftung kann einen Beitrag leisten, denn ihr Programm für Zuwandererkinder umfasst 700 Stipendiaten und 1.100 Alumni. Durch diese Beteiligung der Gründer ist gewährleistet, dass das BIM sich in die Diskussion und Lösung aktueller Fragen bei der Bundesregierung mit einbringen kann“, sagt Dr. Michael Endres, Vorsitzender des Kuratoriums der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.
Das HU-Institut wird durch den Zusammenschluss renommierter Partner gefördert: die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, die einen Schwerpunkt im Bereich Integration hat und die 1,8 Mio. € für den Aufbau des BIM zur Verfügung stellt, der Deutsche Fußball-Bund (DFB), der mit 0,4 Mio. € eine Juniorprofessur zum Thema „Fußball und Integration“ finanziert und seine Daten zur Verfügung stellt, sowie die Bundesagentur für Arbeit (BA), die Personal und den Zugang zu Datenbeständen bereitstellt.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoğuz, übernimmt den Vorsitz des Kuratoriums des BIM.
"Wir wissen immer noch zu wenig über die komplexen Integrations- und Migrationsprozesse. Auch um die richtigen politischen Entscheidungen treffen zu können, brauchen wir zusammenführende Informationen aus den Bereichen Bildung, Arbeitsmarkt, Gesundheit und Sport. Deshalb freue ich mich sehr, dass das BIM jetzt seine Arbeit aufnimmt. Ich bin davon überzeugt, dass der interdisziplinäre Ansatz uns wichtige Erkenntnisse liefern wird, wie wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land gezielt stärken können", sagt Staatsministerin Aydan Özoğuz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

In der Pressekonferenz zur Gründung des BIM betonten die Vertreter der GründungspartnerInnen Dr. Michael Endres (Kuratoriumsvorsitzender der Hertie-Stiftung), Wolfgang Niersbach (Präsident des DFB), Dr. h.c. Frank J. Weise (Vorsitzender des Vorstands der Bundesagentur für Arbeit) und Staatsministerin Aydan Özoğuz die Notwendigkeit der Gründung des Instituts und ihre Hoffnung, dass das BIM sich als Institut entwickelt, das für Deutschland und Europa neue Erkenntnisse zur Lösung der drängenden Integrationsfragen erbringt.
„Die Humboldt-Universität zu Berlin beherbergt das Berliner Institut für Integrations- und Migrationsforschung, weil sie mit ihrem interdisziplinären Konzept für dieses Institut neue Wege aufzeigt. Die interdisziplinäre Erforschung von Integrations- und Migrationsgesellschaften, etwa in Deutschland, ist enorm wichtig. Ohne die Integration von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Herkunft kann unsere Gesellschaft nicht funktionieren. Dabei ist der entscheidende Schlüssel der Zugang zu Bildung“, sagt Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin.
Sechs Abteilungen, die ihr Forschungswissen aus unterschiedlichen Instituten in Berlin mitbringen, reflektieren die inhaltliche Bandbreite des Themengebiets Integration und Migration.
Gründungsdirektor des Instituts ist der HU-Professor Dr. Sebastian Braun: "Das BIM ist ein Ort disziplinärer Vielfalt: Es verbindet unterschiedliche Wissenschaftskulturen an der HU Berlin, um die komplexe gesellschaftliche Wirklichkeit von Integrations- und Migrationsprozessen in Deutschland und im internationalen Kontext zu beschreiben und zu erklären. Unsere empirische Forschung kann damit auch zur realitätsbezogenen Versachlichung von Integrations- und Migrationsdebatten beitragen."
So werden Ursachen von Bildungsungleichheiten zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund erforscht und Möglichkeiten für deren Überwindung aufgezeigt. Auch berufliche Mobilitätsprozesse in Migrationsgesellschaften gehören zur Forschungsagenda des BIM, ebenso wie die gesellschaftlichen Integrationsfunktionen von Sport und Fußball. Zugleich arbeitet das BIM über zivilgesellschaftliche Werte und Initiativen in sozialen Räumen der Migrationsgesellschaften wie auch über die soziokulturellen und -strukturellen Rahmenbedingungen von Gesundheit und Krankheit.
All diese Forschungsvorhaben tragen dazu bei, neue Perspektiven auf das Themenfeld Integration und Migration zu gewinnen. Zugleich sollen neue Fragestellungen nach dem Umgang mit gesellschaftlichen Konflikten in Migrationsgesellschaften und deren Umgang mit Vielfalt in den Vordergrund rücken. Diese müssen im deutschsprachigen Raum weiter mit internationalen Bezügen reflektiert werden.

„Deutschland wandelt sich in eine Migrationsgesellschaft. Daher sollte auch die Integrations- und Migrationsforschung auf die gesamte Gesellschaft ausgeweitet werden und Grenzregime, Segregationsmechanismen sowie institutionelle und strukturelle Diskriminierung und Alltagsrassismen als Desintegrationsprozesse der Gesamtgesellschaft beforschen. Auch der Integrationsbegriff muss sich an der gesellschaftlichen Teilhabe aller Menschen ausrichten und nicht auf Migranten reduziert werden“, sagt Dr. Naika Foroutan, stellvertretende Direktorin des BIM.

Besondere Akzente setzt das BIM durch die Kooperation mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Bereich der Datenerhebung, der Datenanalyse und der Arbeitsmarktforschung, sowie durch die Zusammenarbeit mit der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité – Universitätsmedizin Berlin.
"Zuwanderung wird zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für den deutschen Arbeitsmarkt und die Erfolgsfähigkeit deutscher Unternehmen. Der Integration von Migranten kommt daher eine große Bedeutung zu. Das BIM soll und muss dabei Impulse geben und Entwicklungen anstoßen, die uns in die Zukunft führen", sagt Dr. h.c. Frank-J. Weise, Vorsitzender des Vorstands der Bundesagentur für Arbeit.

Ein besonderes Profil gewinnt das BIM durch die Abteilung „Integration, Sport und Fußball“. Der Direktor des BIM, Prof. Braun, ist als Sportsoziologe auch Leiter dieser Abteilung, in der zudem eine Junior-Professur mit Mitteln des DFB eingerichtet wird.
„Seit 2006 hat der DFB eine Integrationsbeauftragte, seit 2007 verleihen wir gemeinsam mit Mercedes-Benz einen Integrationspreis. Der Fußball leistet täglich einen wichtigen Beitrag zur Integration. Hier wollen wir nicht nachlassen und auch bei diesem Thema auf Ballhöhe bleiben, deshalb fördern wir das neue Berliner Institut“, sagt Wolfgang Niersbach, Präsident des DFB.

Das Berliner Institut konzentriert sich auf theoriegeleitete empirische Forschung, die sie immer wieder an die Grundlagenforschung zurückbindet. Dabei bearbeitet das Institut grundlegende Fragen wie die Abwehr und Anerkennung kultureller und religiöser Vielfalt, Staatsbürgerschaftskriterien sowie Flüchtlingspolitiken im internationalen Vergleich. Der Forschungstransfer in den öffentlichen Raum reicht von der kritischen Begleitung politischer Debatten über öffentlichkeitsorientierte Veranstaltungen bis hin zu medialen Interventionen. Insofern versteht sich das BIM als aktiver Beobachter gesellschaftlicher Entwicklungen. Zu diesem Zweck wird eine Professur zu Fragen von Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik eingerichtet.

Die Abteilungen und die jeweiligen Leiterinnen und Leiter im Überblick:
Direktorium: Prof. Dr. Sebastian Braun (Direktor) und Dr. Naika Foroutan (Stellvertretende Direktorin)
1. Bildung und Integration: Prof. Dr. Petra Stanat, Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der HU Berlin
2. Arbeitsmarkt, Migration und Integration: Prof. Dr. Martin Kroh, DIW Berlin und Institut für Sozialwissenschaften (ISW) an der HU Berlin und Prof. Dr. Johannes Giesecke, ISW
3. Integration, Sport und Fußball: Prof. Dr. Sebastian Braun, Institut für Sportwissenschaft (IfS) an der HU Berlin
4. Integration, soziale Netzwerke und kulturelle Lebensstile: Prof. Dr. Wolfgang Kaschuba, Institut für Europäische Ethnologie (IfEE) an der HU Berlin
5. Migration, psychische und körperliche Gesundheit und Gesundheitsförderung: Prof. Dr. Andreas Heinz, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
6. Wissenschaftliche Grundfragen der Integration und Migration: Prof. Dr. Gökce Yurdakul, Institut für Sozialwissenschaften (ISW) HU Berlin und Prof. Dr. Martin Kroh, DIW Berlin und ISW

Pressekontakt: Dipl.-Pol. Damian Ghamlouche, Humboldt-Universität zu Berlin, Tel.: (030) 220 15 705, d.ghamlouche@hu-berlin.de