Zum dritten Mal schreibt das BIM in Kooperation mit der gemeinnützigen Hertie-Stiftung den Klaus J. Bade-Preis für Migrations- und Integrationsforschung aus. Der Preis richtet sich an Nachwuchsforscher:innen. / For the third time, the BIM, in cooperation with the non-profit Hertie Foundation, is announcing the Klaus J. Bade Prize for Migration and Integration Research. The prize is open to early-career researchers.
„Leitmotiv meines – parteilosen – kritischen Engagements gegenüber der Entwicklung, öffentlichen Diskussion und politischen Bearbeitung von Migration, Flucht, Asyl und Integration war das Bemühen um Aufklärung über meines Erachtens in diesen Bereichen anstehende oder erwartbare Probleme und Aufgaben. “ Klaus J. Bade, Migration, Flucht, Integration. Loeper 2017
Klaus J. Bade mit der ersten Preisträgerin Dr. Laura Lambert (links) und Dr. Susanne C. Meyer, 2024. Foto: BIM
Ausschreibung 2026
Das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt-Universität zu Berlin und die Gemeinnützige Hertie-Stiftung freuen sich, gemeinsam den Klaus J. Bade-Preis für Migrations- und Integrationsforschung 2026 auszuschreiben. Der Preis, der von der Hertie-Stiftung finanziert und durch das BIM verliehen wird, richtet sich an Forschende in frühen wissenschaftlichen Karrierephasen (Early Career), die sich durch herausragende Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Migrations- und Integrationsforschung verdient gemacht haben. Das Preisgeld in Höhe von 7.500 Euro ist nicht zweckgebunden und steht zur freien Verfügung.
Würdigung herausragender Forschungsleistungen
Der Preis würdigt herausragende und innovative Leistungen auf dem Gebiet der Migrations- und Integrationsforschung. Die herausragenden Forschungsleistungen sollten durch eine sehr gute Dissertation sowie mindestens zwei Publikationen in renommierten akademischen Fachzeitschriften (i.d.R. Peer-Review) nachgewiesen werden. In Anlehnung an das Wissenschaftsverständnis von Klaus J. Bade werden Leistungen, die eine öffentliche Resonanz im Sinne eines Wissenschaftstransfers („Third Mission“) erzeugt haben, besonders gewürdigt.
Verleihung des Preises
Der Preis wird im Rahmen der Berlin Lecture im November 2026 an der Humboldt-Universität zu Berlin durch die Jury verliehen. Die Jury setzt sich aus Wissenschaftler:innen, die zu Integration und Migration forschen, sowie einer Vertreter:in der Hertie-Stiftung zusammen.
Bewerbungsvoraussetzungen
Der Preis richtet sich an herausragende promovierte Forschende, die ihre Promotion in Deutschland mit Erfolg abgeschlossen haben und an einer deutschen Hochschule oder außeruniversitären Forschungseinrichtung tätig sind. Die Promotion soll nicht länger als fünf Jahre zurückliegen (Datum der Promotionsurkunde). Die Bewerbung soll explizit auf die Anforderungen der Ausschreibung eingehen (insbesondere auf herausragende Forschungstätigkeiten sowie Leistungen im Rahmen der „Third Mission“). Einzureichen sind folgende Unterlagen:
Bewerbungsschreiben (dt. oder engl., maximal zwei DIN-A4-Seiten)
Tabellarischer Lebenslauf (dt. oder engl., maximal drei DIN-A4-Seiten)
Publikationsliste
Promotionsurkunde
Abschlusszeugnisse
Zwei Publikationen in ausgewiesenen Fachzeitschriften (i.d.R. Peer-Review)
Bewerbungsfristen und zeitlicher Ablauf
Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung mit o.g. Unterlagen in einer PDF-Datei bis zum 29.05.2026 beim wissenschaftlichen Geschäftsführer des BIM – Damian Ghamlouche – unter d.ghamlouche@hu-berlin.deein. Die Entscheidung über die Vergabe des Preises erfolgt bis Anfang November 2026.
Biografische Informationen zum Namensgeber des Preis
Professor Klaus J. Bade, geboren 1944, lebt in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern und ist ein Pionier der Migrationsforschung. Bis 2007 lehrte er Neueste Geschichte an der Universität Osnabrück und war u.a. Begründer des Osnabrücker Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) und Gründungsvorsitzender des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR). Sein Engagement in Forschung und kritischer Politikbegleitung wurde mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse gewürdigt.