Personen

Prof. Dr. Gökce Yurdakul

Leiterin der Abteilung "Wissenschaftliche Grundfragen"; Professorin für Diversity and Social Conflict, HU Berlin

Akademische Laufbahn

1991‐1995: Soziologie an der Bogazici University, Istanbul, Türkei
1995-1998: Gender und Women's Studies, Middle East Technical University, Ankara, Türkei
1999‐2006: Promotion, University Toronto
2007-2008: Trinity College Dublin
2006-2007: Brock University

Berufliche Positionen

Seit 2009: Georg Simmel Professorin für Diversity and Social Conflict, Humboldt Universität zu Berlin
2008-2009: Post-Doc Fellowship Freie Universität Berlin Program for Advanced German and European Studies

Schwerpunkte

Einwanderungs- und Staatsbürgerschaftsregime im Vergleich (Westeuropa und Nordamerika), Rassismustheorie, Ethnische und Religiöse Formen von Zugehörigkeit in Einwanderungsländern, Gender Studies und Intersektionalitätsstudien

Laufende Drittmittelprojekte

DFG Initiierung einer internationalen Kooperation zwischen Humboldt Universität zu Berlin, University of California Los Angeles Sciences Po Paris und Wissenschaftszentrum Berlin: Migration, Citizenship and Transnational Politics: Comparative Perspectives of Western Europe and North America (2013, with Marc Helbling, WZB)

In diesem von der DFG mit finanzierten Forschungsnetzwerk zwischen HU, WZB, UCLA and Sciences Po, Paris werden wissenschaftlicher Austausch und Forschungskooperationen zu den Themen Migration, Citizenship und Transnationalisierung initiiert und verstetigt. Ziel ist die Überbrückung der informellen Trennung zwischen den Forschungsliteraturen zu Migration, Citizenship und Transnationalisierung in Europa und Nordamerika; einen Dialog zwischen den Forschungen zu Migration, Ethnizität und urbaner Ungleichheit auf der einen Seite und Citizenship and Transnationalisierung auf der anderen Seite zu fördern; die Forschungsergebnisse zu Migration, Stratifizierung und Gender auf beiden Seiten des Atlantiks kritisch zu diskutieren. Mit diesen Zielen veranstaltet das Netzwerk einmal im Jahr Promovierenden-Workshops, in denen entstehende Forschungsarbeiten von internationalen WissenschaftlerInnen des Netzwerks kommentiert und unterstützt werden.

CONTESTING AUTHORITIES OVER BODY POLITICS: The RELIGIOUS/SECULAR TENSION IN GERMANY, ISRAEL, AND TURKEY

Shai Lavi, Tel Aviv University, Faculty of Law, Edmond J. Safra Center for Ethics Gökce Yurdakul, Humboldt-Universität zu Berlin, Faculty of Social Sciences and Humanities, Berlin Institute of Migration and Integration Research This research is concerned with how conflicts between religion and secularity (i.e., secular and religious discourses, norms, actors, and institutions) are shaped differently in differing socio-legal contexts in the Middle East and Europe. Specifically, we will examine the way religion and secularity shape disputes and are shaped by disputes over “body politics,” that is, the laws governing what is permissible to do to the body and who has the authority to decide. Our study focuses on Germany, Israel, and Turkey. All three countries are allegedly secular states with monotheistic religious traditions, but each has its own understanding of the relationship between secularity, religion, and state law. Specifically, we will focus on current legal controversies that have erupted around the practice of male circumcision, posthumous organ donation, and abortion in Israel, Germany, and Turkey.
 

Abgeschlossene Drittmittelprojekte

„Jews and Turks in Germany: Immigrant Integration, Political Representation and Minority Rights” (2007 – 2010, Social Sciences and Humanities Faculty Grant, Canada (SSHRC)

Um die komplexen Prozesse der Integration von MigrantInnen zu verstehen, genügt es nicht, gesellschaftliche Makrostrukturen wie die politischen Strukturen der Aufnahmegesellschaft oder die Beziehungen zwischen Mehrheit und Minderheiten zu analyiseren. Es ist zudem notwendig, die Strategien der Inkorporation der MigrantInnen selbst zu untersuchen, insbesondere ist es interessant, die Bezüge neuerer Einwandernder auf bereits etablierte Gruppen in den Blick zu nehmen. Vor diesem theoretischen Rahmen analysiert das Projekt die Beziehungen zwischen Juden und Türken in Deutschland.

United Nations Research Institute for Social Development, UNRISD: Religion, Culture and the Politicization of Honor‐Related Violence: A Critical Analysis of Media and Policy Debates in Western Europe and North America” (2009 – 2010, with Anna Korteweg, University of Toronto) Available online

Mit der Niederlassung größerer Einwanderungsgruppen in Westeuropa und Nordamerika werden die Phänomene “Ehrenmorde” und mit Ehre assoziierter Gewalt zunehmend als soziale Probleme von Einwanderungsgesellschaften gerahmt. In dem Projekt wird vergleichend analysiert, wie in den Medien, Parlamenten und NGOs von vier Staaten mit relative hohen Zahlen von Einwandernden aus überwiegend muslimisch geprägten Ländern Ehrenmorde und mit Ehre assoziierte Gewalt konzeptualisiert werden: den Niederlanden, Deutschland, Britannien und Kanada. Unsere Analyse zeigt, wie die Bereiche Medien, formale Politik und der NGO-Sektor diese spezifische Form der Gewalt gegen Frauen auf unterschiedliche Weise verstehen.

Prof. Dr. Gökce Yurdakul

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