Perspektiven des BIM

Perspektiven auf die Integration moderner Gesellschaften als „Migrationsgesellschaften“

Mit der Entwicklung Europas zu einer globalen Einwanderungsregion sind Fragen nach Integrations- und Migrationsprozessen, speziell auch in Deutschland, seit Beginn der 1980er Jahre zu zentralen gesellschafts- und politikleitenden Forschungsschwerpunkten geworden. Welche Bilder und Erkenntnisse entstehen jedoch, wenn moderne Gesellschaften als „Migrationsgesellschaften“ in ihrer Dynamik als Ganzes beobachtet und erforscht werden? Diesen Fragen wird in der Forschung bislang eher getrennt und arbeitsteilig nachgegangen. Deshalb will das BIM die vielfach noch unübersichtlichen wissenschaftlichen Perspektiven und politischen Debatten zusammenführen und neu bündeln.

Perspektiven unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen

Acht Abteilungen, die ihr Forschungswissen aus unterschiedlichen Instituten in Berlin mitbringen, reflektieren die inhaltliche Bandbreite des Themengebiets Integration und Migration. Das Spektrum reicht von den Sozial-, Kultur- und Bildungswissenschaften über die Sportwissenschaft bis hin zur Psychologie und Medizin. Damit vereint und verbindet das BIM sehr unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven und Methoden.

Neue Perspektiven auf das Themenfeld Integration und Migration

So werden Ursachen von Bildungsungleichheiten zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund und Möglichkeiten für deren Überwindung erforscht. Auch berufliche Mobilitätsprozesse in Migrationsgesellschaften gehören zur Forschungsagenda des BIM ebenso wie die gesellschaftlichen Integrationsfunktionen von Sport und Fußball. Zugleich arbeitet das BIM über zivilgesellschaftliche Werte und Initiativen in sozialen Räumen von Migrationsgesellschaften wie auch über die soziokulturellen Rahmenbedingungen von Gesundheit und Krankheit. All diese Fragestellungen tragen dazu bei, neue Perspektiven auf das Themenfeld Integration und Migration zu gewinnen. Zugleich sollen neue Fragestellungen nach dem Umgang mit gesellschaftlichen Konflikten in Migrationsgesellschaften und deren Umgang mit Vielfalt in den Vordergrund rücken. Diese müssen im deutschsprachigen Raum weiter mit internationalen Bezügen reflektiert werden.

Theoriegeleitete empirische Forschung

Das BIM konzentriert sich dabei auf theoriegeleitete empirische Forschung, die sie immer wieder an die Grundlagenforschung zurückbindet. Zugleich wird ein systematischer Forschungstransfer in den öffentlichen Raum angestrebt, der von der kritischen Begleitung politischer Debatten über öffentlichkeitsorientierte Veranstaltungen bis hin zu medialen Interventionen reicht.  Insofern versteht sich das BIM als aktiver Beobachter gesellschaftlicher Entwicklungen.

Renommierte Förder- und Unterstützerpartner

Das BIM wird durch die Gemeinnützige Hertie-Stiftung (Förderpartner) und den Deutschen Fußball-Bund (DFB / Förderpartner), die Bundesagentur für Arbeit (BA / Unterstützungspartner) und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration (Unterstützungspartnerin) gefördert und unterstützt.

Interdisziplinäres Zentrum (IZ)

Das BIM ist ein Interdisziplinäres Zentrum (IZ) der Humboldt-Universität zu Berlin. Mit der Klassifikation Typ 3 ist es auf Dauer gestellt. Es trägt damit zur Schärfung und Verstärkung des Forschungsschwerpunkts "Integration und Migration" über verschiedene Fakultäten bei. Das BIM wird durch eine Doppelspitze im Direktorium geleitet. Der Zentrumsrat besteht aus einer Zusammensetzung von ProfessorInnen und wissenschaftlichen Mitarbeitenden und wird innerhalb der Statusgruppen durch die Mitgliederversammlung gewählt.

Förderer