Publikationen

Rassismus und Klassenraum - Segregation nach Herkunft an Berliner Grundschulen.

An Grundschulen in vormals migrantisch geprägten Stadtteilen, in denen aktuell Gentrifizierungsprozesse stattfinden, kommt es verstärkt zu Segregationen nach Herkunft, die sich entweder in Schulen mit sehr hohem Anteil migrantischer Schüler_innen oder in einer Schulklasseneinteilung nach Herkunft zeigen. Der vorliegende Artikel untersucht dieses Phänomen am Beispiel Berlin-Kreuzberg rassismustheoretisch, indem aktuelle Segregationen im Kontext historischer Praktiken der getrennten Beschulung (sog. Ausländerregelklassen) analysiert werden. Dabei wird deutlich, dass sich im Sinne eines postliberalen Rassismus die Linien, entlang derer Trennungen vorgenommen werden, flexibilisieren und mit der gegenwärtigen Diskussion um ‚bildungsferne Kinder’ eine Legitimierung der rassistischen Diskriminierung stattfindet.

Karakayali, Juliane / zu Nieden, Birgit (2013): Rassismus und Klassenraum. Segregation nach Herkunft an Berliner Grundschulen. In: sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung, Heft 2, S. 47-64.

Personen

Prof. Dr. Juliane Karakayali

Prof. Dr. Juliane Karakayali

Professorin für Soziologie, Evangelische Hochschule Berlin

Tel: (030) 845 82 219
karakayali@eh-berlin.de

Dr. Birgit zur Nieden

Dr. Birgit zur Nieden

Ehemaliges Mitglied der Abteilung "Wissenschaftliche Grundfragen"; Post-Doc am Lehrbereich Diversity and Social Conflict, HU Berlin