Projekte

Fußball in der Migrationsgesellschaft: Repräsentationen in Fußballvereinen und -verbänden

Unter dem Projekttitel „Fußball in der Migrationsgesellschaft“ werden zwei Module realisiert, die sich mit Belonging im Fußball befassen. Ein erstes Modul kreist um Fragen der Repräsentation in Fußballvereinen und -verbänden.

Das Projekt geht sowohl theoretisch als auch empirisch der Frage nach, inwiefern speziell Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund über ehrenamtliche Positionen im Fußball repräsentiert werden. Dabei wird sowohl die Ebene der Fußballvereine als auch die Ebene der Fußballverbände in den Blick genommen. Durch die Modifizierung einer altbekannten Fragestellung – es wird bewusst nicht gefragt, wer sich in Fußballvereinen ehrenamtlich engagiert, sondern wer in ehrenamtlichen Positionen und Funktionen repräsentiert wird – eröffnet das Projekt die Chance auf eine Perspektiverweiterung: Geringere Engagementquoten von Frauen oder von Menschen mit Migrationshintergrund gelten hier nicht per se als Indikator für ein Integrationsdefizit oder einen Mangel an Engagementbereitschaft. Sondern es wird angenommen, dass die Besetzung von repräsentativen Posten und Funktionen stets eine symbolische Botschaft nach außen darstellt, wer dazu gehören darf (und wer nicht) und dass Repräsentationen eine wichtige Voraussetzung für die Gewährung von Zugehörigkeitsrechten und für die Entwicklung eines Gefühls von Belonging sind.

Laufzeit

01/2019 - 03/2020

Personen

Prof. Dr. Tina Nobis

Prof. Dr. Tina Nobis

Juniorprofessorin für „Sport, Integration und Migration“ in der Abteilung „Integration, Sport und Fußball“, HU Berlin

Tel: +49 (0)30 2093-46103
Tina.Nobis@hu-berlin.de