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Determinanten des externen Wahlrechts am Beispiel des Wahlverhaltes türkischer Staatsbürger

Im letzten Jahrzehnt wurde in immer mehr Staaten Staatsbürger*innen, die über einen längeren Zeitraum außerhalb des jeweiligen Territoriums leben, ermöglicht, trotzdem an Wahlen im Herkunftsland teilzunehmen. Die damit einhergehende Destabilisierung der nationalstaatlichen Triade „identity-borders-order“ (Vertovec, 2004) erfordert eine Rekonfiguration des demokratietheoretischen Verständnisses von Staatsbürgerschaft.

Um sich diesen Fragen empirisch zu nähern, untersucht das Forschungsprojekt, was Wähler*innen zur Teilnahme an den Wahlen motiviert und ob dabei Verschiebungen im Verständnis von Staatsbürgerschaft durch Migrationserfahrungen erkennbar sind. Untersuchungsgegenstand ist das Wahlverhalten türkischer Staatsbürger im Verfassungsreferendum 2017 und den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2018.

Laufzeit

01/2018 - 04/2019