Projekte

Analyse der Referendumsergebnisse in Deutschland bzgl. der Verfassungsänderung in der Türkei

Es wurde vielfach argumentiert, dass die hohen Zustimmungswerte zur Reform der Verfassung in der Türkei (um ca. 10 Prozentpunkte höher als in der Türkei) mit der spezifischen Einwanderungserfahrung türkisch-stämmiger Personen in Deutschland zusammenhängen. Erfahrungen von Diskriminierung und fehlende Anerkennung hätten dazu geführt, dass sich die türkisch-stämmigen Einwanderer demokratischen Werten ab- und einem autoritären „Regime" zuwenden.

In dem Projekt soll die These überprüft werden, dass das Wahlverhalten türkischer Staatsbürger in Deutschland mit deren Herkunftsregion erklärt werden kann. Anlass für die Vermutung liefern u.a. die hohen regionalen Abweichungen im Wahlergebnis innerhalb der Türkei. So haben WählerInnen in Zentralanatolien mit bis zu 80 Prozent mit Ja gestimmt, während in den südosttürkischen Gebieten aber auch in den Provinzen in der Ägäis mit bis zu 80 Prozent mit Nein gestimmt wurde.

Laufzeit

11/2017 - 05/2018

Personen

Dr. Serhat Karakayali

Dr. Serhat Karakayali

Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung "Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik", Projektleiter ZOMiDi

Tel: +49 (0)30 2093-46262 / +49 (0) 2093-46248
serhat.karakayali@hu-berlin.de