Projekte

Rassistische Instrumentalisierungen geschlechterpolitischer Fragen im Kontext migrationsgesellschaftlicher Verhältnisse

Das Projekt wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.

Mitarbeiter*innen:
Olaf Stuve, Ulla Wittenzellner, Gökçe Yurdakul, Birgit zur Nieden, Özgür Özvatan

Kooperationspartner*innen:
Dieses Projekt wird in Kooperation mit Dissens - Institut für Bildung und Forschung e.V. und der Rosa Luxemburg Stiftung durchgeführt.

 

Wenn aktuell über Fluchtbewegungen nach Europa und in die Bundesrepublik gesprochen wird, dann werden allzu oft rassistische, ethnisierende und kulturalisierende Zuschreibungen bedient. Ein zentrales Motiv ist dabei, dass ganze Gruppen von Menschen aufgrund von Herkunft, vermeintlicher Kultur und Religion als "unfähig" oder "nicht dazu bereit" verstanden werden, geschlechterpolitische Gleichstellung zu befürworten und plurale Geschlechter- und Sexualitätsvorstellungen zu leben.

Augenblickliche scheint es Rechten und extrem rechten Akteur*innen zu gelingen, ihre diskursiven Verknüpfungen von Geschlechter- und Migrationspolitiken im Mainstream erfolgreich zu platzieren. Unter dem Vorzeichen einer vermeintlichen (Geschlechter-)Gleichheit lässt sich ein neue Dimension des Rassismus beobachten, den es neu zu verstehen gilt, um die Dynamiken aus Geschlechter- und Migrationspolitiken, Rassismus und Sexismus adäquat beantworten zu können.

Um den rassistischen wie auch sexistischen Entwicklungen entgegen treten zu können, führen wir im Rahmen des Projekts drei Expert*innen-Workshops durch, die sich den Verflechtungen von Geschlechter- und Migrationspolitiken aus unterschiedlichen Perspektiven widmen. Es geht um analytisch-theoretische Ansätze, politische Akteur*innen und Strategien sowie um daraus abgeleitete Anforderungen an Pädagogik und politische Bildung.

Auf Grundlage der Ergebnisse der Expert*innen-Workshops werden zwei Pilotformate der politischen Bildungsarbeit entwickelt und durchgeführt. Letztlich mündet dieses Projekt in eine Abschlusstagung, die in Zusammenarbeit mit dem Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung verwirklicht wird.

Laufzeit

07/2016 - 12/2016

Personen

Prof. Dr. Gökce Yurdakul

Prof. Dr. Gökce Yurdakul

Leiterin der Abteilung "Wissenschaftliche Grundfragen"; Professorin für Diversity and Social Conflict, HU Berlin

Tel: +49 (0)30 2093-1917
Fax: +49 (0)30 2093-4519
gokce.yurdakul@sowi.hu-berlin.de

Özgür Özvatan

Özgür Özvatan

Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilungen "Wissenschaftliche Grundfragen zu Integration und Migration" und "Integration, Sport und Fußball"

Tel: 030-2093-46027
oezguer.oezvatan@hu-berlin.de

Dr. Birgit zur Nieden

Dr. Birgit zur Nieden

Ehemaliges Mitglied der Abteilung "Wissenschaftliche Grundfragen"; Post-Doc am Lehrbereich Diversity and Social Conflict, HU Berlin