Humboldt-Universität zu Berlin - Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM)

Study Group „Migration, Arbeit, Digitalisierung und Rassismus“

Laufzeit: 10/2019 - 12/2030; Abteilung: Integration, Soziale Netzwerke und Kulturelle Lebensstile


Projektteam


• Moritz Altenried

Moritz Altenried ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Europäische Ethnologie und am Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt-Universität zu Berlin. Zuvor war er am Institut für Soziologie und Kulturorganisation (ISKO) und am Centre for Digital Cultures (CDC) der Leuphana Universität Lüneburg. Er hat an der Goldsmiths University of London zur Transformation der Arbeit im digitalen Kapitalismus promoviert und in Berlin und London Sozial- und Kulturwissenschaften studiert. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Arbeit, Digitalisierung, Migration, Plattformen und Lieferlogistik, die Politische Ökonomie des Digitalen, sowie Logistik und Infrastruktur. 2022 erschien von ihm The Digital Factory (University of Chicago Press).

 

• Stefania Animento, Ph.D.,

war PostDoc-Mitarbeiterin an der Leuphana Universität Lüneburg und an der Humboldt Universität Berlin im H2020-Forschungsprojekt PLUS (Platform Labour in Urban Spaces).

Die Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Stadtforschung sowie Soziologie der Arbeit und der Migration. Sie ist am Zusammenhang zwischen Klasse und Migration und der Inwertsetzung von Mobilität im digitalen Kapitalismus interessiert.
Kontakt: stefania_animento@hotmail.it

 

• Sabrina Apicella

hat am ISKO der Leuphana Universität Lüneburg zu Streikmotivationen im europäischen Versandhandel am Beispiel der Amazon-Distributionszentren promoviert.
Kontakt: sabrina.apicella@leuphana.de

 

• Rabea Berfelde

promoviert am Goldsmiths College (University of London) im Fach Cultural Studies. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit den Auswirkungen der Finanzialisierung auf Arbeitsverhältnisse und städtische Raumproduktion.
Kontakt: rber001@gold.ac.uk

 

• Manuela Bojadžijev

Professorin am Institut für Europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität. Aktuell ist sie Prodekanin für Internationales der Philosophischen Fakultät und leitet den Promotionsausschuss des Institut für Europäische Ethnologie. Sie leitet außerdem gemeinsam mit Wolfgang Kaschuba die Abteilung »Soziale Netzwerke und kulturelle Lebensstile« des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt Universität zu Berlin.

Schwerpunkte ihrer Arbeit bilden die Erforschung globalisierter und digitaler Kulturen sowie Migration in globaler Perspektive. Neben konzeptuellen, methodischen und epistemischen Fragen der Migrationsforschung, interessiert sie der »Streit um Migration« in Migrationsgesellschaften, und wie in und durch Repräsentationsweisen von Migration und Flucht gesellschaftliche Veränderungen erzählt, gelebt und streitbar werden. Sie untersucht außerdem gegenwärtige Transformationsprozesse von Mobilität und Migration sowie von Rassismus, im Zusammenspiel mit Veränderungen von Arbeit und Alltag durch Digitalisierung und Logistik, vorwiegend in urbanen Räumen und in geopolitischen Konstellationen. Aktuell leitet sie dazu eine Reihe von Forschungsprojekten (finanziert durch die Berlin University Alliance (BUA) Grand Challenge "Social Cohesion", die europäischen Programme H2020 und HERA sowie durch die VolkswagenStiftung und die DFG). Zu ihren wichtigsten Publikationen zählen
Turbulente Ränder. Neue Perspektiven auf Migration an den Grenzen Europas (2007; 2012; als Teil von Transit Migration Forschungsgruppe), Die windige Internationale (2008; 2012) und Race, Nation, Class: Rereading a Dialogue for our Times (2018; mit Katrin Klingan.)

Gemeinsam mit der Autorin Carolin Emcke kuratierte sie das Archiv der Flucht am Berliner Haus der Kulturen der Welt. Das Online-Archiv zur Geschichte und Gegenwart der Flucht nach Deutschland (gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes) mit 42 biographisch-narrativen Interviews sowie Bildungsmaterial findet sich hier: https://archivderflucht.hkw.de/
Kontakt: manuela.bojadzijev@hu-berlin.de

 

• Dennis Eckhardt

ist Postdoc Researcher an der FAU Erlangen-Nürnberg am Lehrstuhl für Soziologie (Technik - Arbeit - Gesellschaft) bei Prof. Dr. Sabine Pfeiffer. Er forscht dort im Verbundsprojekt ForDaySec für eine nachhaltige Gestaltungs der Cybersicherheit in der Alltagsdigitalisierung. Seine Promotion schloss er 2022 mit dem Titel “In und an der Vergleichsplattform arbeiten. Die Versammlung, Vermittlung und Verfassung von Welt in einem E-Commerce-Unternehmen” am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin ab. Zuvor studierte er Kulturanthropologie, Europäische Ethnologie und Sozialwissenschaften in Frankfurt am Main und Berlin. Forschungsschwerpunkte liegen in der Medien- und Digitalanthropologie, der STS, Infrastrukturen, Arbeitskulturen, Arbeits-, Industrie- und Organisationssoziologie sowie der relationalen Anthropologie. Weitere Infos und Publikationen hier.

Kontakt: dennis.eckhardt@fau.de

 

• Ivo Eichhorn
 
wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Sozialphilosophie, Institut für Philosophie, Goethe-Universität Frankfurt am Main; Dissertationsprojekt mit dem Arbeitstitel: “Denken der Menge. Spinoza und die Politik der Kollektivbildungen”.
Kontakt: i.eichhorn@em.uni-frankfurt.de

 

• Daniel Fuchs
 
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter (post-doc) am Institut für Asien- und Afrikawissenschaften der Humboldt Universität zu Berlin. Er promovierte an der SOAS (University of London) mit einem Forschungsprojekt zu Arbeitskämpfen von Wanderarbeiter:innen in Chengdu und Chongqing (VR China) im Kontext von industriellen Verlagerungsprozessen. Seine gegenwärtigen Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Arbeitsbeziehungen, Migration, soziale Bewegungen und Industriepolitik in China.
Kontakt: dan.fuchs@hu-berlin.de

 

• Alexander Harder
 
promoviert am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin und forscht, ethnographisch und medienanthropologisch, zur Rolle von Transformationen in Arbeit und Alltag im Erstarken der europäischen Rechten, mit besonderem Interesse an den digitalen Umwelten, die in diesem Prozess zum Tragen kommen.
Er ist Projektmitarbeiter im internationalen Forschungsprojekt CURE – Cultures of Rejection, gefördert von der Volkswagen-Stiftung (2019-2022).
Kontakt: alexander.harder@hu-berlin.de

 

• Umut Ibis

promoviert an der Humboldt-Universität zu Berlin und forscht zu den Auswirkungen des Rechtspopulismus auf Migrantisierte.
Er geht der These nach, wie sich durch das Erstarken des Rechtspopulismus nicht nur rassistische Sprache zunehmend normalisiert und mehr und mehr rechtsextreme Praktiken institutionalisiert werden, sondern auch wie bereits zuvor erkämpfte Möglichkeiten rechtlicher und symbolischer Teilhabe dadurch in Bedrängnis geraten.
Rechtspopulistische Anrufungen enthalten diskursive und praktische Anrufungen gegenüber Migrantisierten, die im Zentrum der Forschung stehen.
Kontakt: umut.ibis@stud.uni-leuphana.de

 

• Laura-Solmaz Litschel
 
arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem internationalen HERA-Forschungsprojekt »NITE-Night spaces: Migration, Culture and IntegraTion in Europe«, ist assoziiertes Mitglied am Centre for Digital Cultures und Doktorandin an der Humboldt Universität zu Berlin. Sie forscht zu digital organisierter, migrantischer Nachtarbeit in der ‘Smart City’ Berlin. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sie sich damit, wie die sogenannte 24/7 Stadt durch ihre neuen digitalen Dienstleistungsservices, wie Crowdwork, aber auch Paketzustelldienste, Essenlieferdienste und Mobilitätsdienstleistungen, weiter ausgebaut und vorangetrieben wird und was für Arbeitsrealitäten diese Art der digitalisierten Nachtarbeit befördert.
Kontakt: litschel@leuphana.de

 

• Mouna Maaroufi

hat in ihrer Doktorarbeit untersucht, wie sich Infrastrukturen der Arbeitsmarktteilhabe im Zusammenspiel mit einer Vervielfältigung und Logistifizierung von Arbeit und Artikulationen von Rassismus seit dem ‘Sommer der Migration’ verändert haben sowie angeeignet, verhandelt und verweigert werden. Während ihrer Promotion war sie nebenberuflich auch als arbeitsrechtliche Beraterin von Migrant*innen bei Arbeit und Leben eV. beschäftigt. Derzeit ist sie Post-Doc im Projekt “Enacting Citizenship and Solidarity in Europe “From Below”: Local Initiatives, Intersectional Strategies, and Transnational Networks” an der Universität Hamburg.
Kontakt: maaroufi@leuphana.de

 

• Fabian Namberger

promovierte am Goldsmiths College, University of London. Seine Dissertation ‘Uberising the Urban. Labour, Infrastructure and Big Data in the Actually Existing Smart City of Toronto’ beschäftigt sich mit der Frage wie Prozesse der ‘Uberisierung’ auf bestehende Dynamiken der Urbanisierung einwirken und andersherum. Anstatt Ubers Erfolg in der Umgestaltung sich formierender ‘smart cities’ als gegeben zu betrachten, widmet sich ‘Uberising the Urban’ dem widersprüchlichen, vielfältigen und keineswegs reibungsfreien Aufeinandertreffen von Uberisierung und Urbanisierung. Besonders im Vordergrund stehen dabei jene Berührungspunkte, an denen die abstrakten Logiken von Ubers Geschäftsmodell – seine Vektoren der Datenextraktion, der Ausbeutung von Arbeit und der Ausdehnung seiner Plattform – auf die sowohl sozialen als auch physischen Widerstände existierenden urbanen Raums trifft.
Kontakt: fabian.namberger@gold.ac.uk

 

• Valentin Niebler

promoviert an der Humboldt Universität zu Berlin. Er forscht zu Arbeitskonflikten und Koalitionsbildungen im Tech Sektor. Zuvor war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Horizon 2020 Projekt PLUS (Platform Labour in Urban Spaces) tätig, das die Auswirkungen der Expansion digitaler Plattformen auf Arbeit in Städten untersucht. In den vergangenen Jahren war er am Centre for Digital Cultures (Leuphana Universität Lüneburg), für die Fairwork Foundation (Oxford Internet Institute) und im Projekt ‚Trade Unions in Transition 4.0‘ (Friedrich-Ebert-Stiftung) tätig. Sein Studium der Sozialwissenschaften hat er an der Humboldt Universität Berlin, der Universität Würzburg und der New School for Social Research in New York absolviert.
Kontakt: valentin.niebler.1@hu-berlin.de

 

• Christian Sowa

untersucht in seinem PhD-Projekt an der SOAS, University of London, die Unterbringung Geflüchteter in Berlin, in Bezug auf Fragen von Logistik, Wohnen und differenzieller Inklusion in der Stadt.
Kontakt: christian.sowa@soas.ac.uk

 

• Mira Wallis
 
ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Institut für Europäische Ethnologie und am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihr Forschungsinteresse umfasst die Themen digitale Arbeit, Plattformkapitalismus, Logistik, Migration und soziale Reproduktion. Im Rahmen ihrer Dissertation untersucht sie derzeit digitale Heimarbeit auf Crowdwork-Plattformen in Deutschland und Rumänien.
Kontakt: mira.wallis@hu-berlin.de
 



 


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