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Digitale Tagung: Organisationaler Wandel durch Migration? Beispiele aus der Zivilgesellschaft

18.01.2021

Forscher*innen am Max-Planck-Institut (MPI) in Göttingen, der Ludwig-Maximilian Universität (LMU) München und dem Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt-Universität (HU) haben über die Laufzeit von drei Jahren untersucht, wie zivilgesellschaftliche Organisationen mit migrationsbezogenem Wandel umgehen. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekts mit dem Titel „Zivilgesellschaftliche Organisationen und die Herausforderung von Migration und Diversität – Agents of change“ (ZOMiDi) wurde danach gefragt, zu welchen Veränderungen es innerhalb dieser Organisationen kommt – etwa in Bezug auf die Partizipation und Repräsentation von Migrant*innen. Im Fokus standen dabei bundesweit tätige Organisationen, für deren Selbstverständnis die Auseinandersetzung mit Ausgrenzung und Diskriminierung und der Einsatz für Partizipation und Gleichstellung zentral  sind. Auf einer Abschlusskonferenz werden nun ausgewählte Forschungsergebnisse vorgestellt und mit Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft diskutiert. Die Konferenz wird am Freitag, den 22. Januar 2021, zwischen 14-17 Uhr in Form einer digitalen Abschlusstagung via ZOOM realisiert.

14 Uhr: Eröffnung der Veranstaltung (Moderation: Noa Ha, Kommissarische Geschäftsführerin, Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM))

Panel 1: Organisationen im Wandel?
Kurzvortrag des ZOMiDi-Teams (Vanessa Rau (MPI), Yvonne Albrecht (HU/ BIM), Hella von Unger (LMU), Karen Schönwälder (MPI)), anschließend Paneldiskussion mit
Cihan Sinanoglu (Leiter des Rassismusmonitors am DeZIM)
Ferda Ataman (Mitbegründerin der neuen deutschen organisationen; Vorsitzende der Neuen deutschen Medienmacher*innen)
Mekonnen Mesghena (Referatsleiter Migration und Diversity, Heinrich-Böll-Stiftung)
Karen Schönwälder (ZOMiDi-Teilprojektleitung Max-Planck-Institut Göttingen, Koordinatorin des Projektes)

15.30- 15.45 Uhr: Pause

Panel 2: Migrant*innen-Gruppen in zivilgesellschaftlichen Organisationen

Kurzvortrag des ZOMiDi-Teams (Dimitra Kostimpas (LMU), Sanja Bökle (MPI), Helen Baykara-Krumme (UDE), Serhat Karakayali (HU/ BIM)), anschließend Paneldiskussion mit
Nihat Öztürk (ehemals IG Metall Vorstand, Ressort Migration und Teilhabe)
Breschkai Ferhad (Mitglied der DFB-Expert*innengruppe für "Zugehörigkeit, Teilhabe und Vielfaltsförderung“; Werkstattleiterin für den Bereich "Gesellschaftlicher Zusammenhalt" der AG Zukunft des Berliner Fußballverbandes)
Sergio Andrés Cortés Núñez (Referent für Migrationssozialarbeit beim Paritätischen Gesamtverband; Schwerpunkt: Förderung von Migrant*innen-Organisationen)
Serhat Karakayali (ZOMiDi-Teilprojektleitung Humboldt-Universität zu Berlin/Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung)

Ende der Veranstaltung: ca. 17 Uhr

Anmeldung: Bitte schreiben Sie eine E-Mail an zomidi@mmg.mpg.de. Der Link zur Zoom-Veranstaltung wird Ihnen im Vorfeld der Veranstaltung zugesandt. Weitere Informationen siehe auch www.zomidi.de.
 

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Info

Über das Institut

Herzlich willkommen auf der Internetpräsenz des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt-Universität zu Berlin. Das BIM ist ein Interdisziplinäres Zentrum (IZ) der Humboldt-Universität zu Berlin.

Das BIM erarbeitet wissenschaftliche Grundlagen und empirische Daten zur Versachlichung der Diskussion über Integrationsfragen in Europa und fragt danach, wie sich Integrations- und Migrationsprozesse in Deutschland und Europa bisher vollzogen haben und künftig entwickeln werden. Das BIM ist kooperativ angelegt und zielt auf eine breite Verankerung der Integrations- und Migrationsforschung in Berlin. Mit seiner Forschung leistet das BIM einen Erkenntnistransfer in Politik, Zivilgesellschaft und Medien.

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8270 Personen

wurden bundesweit und bundesländerspezifisch in der quantitativen Erhebung der JUNITED-Forschungsgruppe per Telefon zu Fragen der Narrationen des Deutschseins, Anerkennungs- und Ausgrenzungspraxen, Lebensstilen, Einstellungen gegenüber dem Islam und den Muslimen in Deutschland und sozio-demographischen Faktoren befragt.

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2200

Übergriffe auf Geflüchtete und
deren Unterkünfte wurden laut Bundesinnenministerium
im Jahr 2017 verübt.

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35,6Prozent

der Menschen in Deutschland haben in den letzten 24 Monaten selbst Diskriminierung erlebt.

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30

langjährige SOEP-Teilnehmer türkischer Herkunft werden qualitativ befragt, u.a. um herauszufinden, welche Faktoren zum sozialen Aufstieg mancher von ihnen geführt haben.

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1€-Job

100.000 solcher "Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung" wurden im Rahmen des neuen Integrationsgesetzes geschaffen, um Geflüchtete in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Bei Ablehnung der Maßnahmen drohen Leistungskürzungen und Sanktionen.

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