Veranstaltungen

Labor Migration

08.12.2014 um 10:00

Das offene Feld des Postmigrantischen steht als Zukunftsthema für Forschung und Gesellschaft im Raum - und ist unser Vorschlag für den Start in die nächste Arbeitsrunde des Labors. In der ersten Sitzung, am 08. Dezember 2014 von 10-12 Uhr in Raum 107a des Instituts für Europäische Ethnologie erkunden und diskutieren wir ausgehend von unseren Forschungen die Potentiale und Grenzen des Begriffs des Postmigrantischen. Kann dieser Begriff unsere provokative Präposition, dass Migrationsforschung entmigrantisiert und Gesellschaftsforschung migrantisiert werden muss, weiter anregen? Hält der Begriff der Übernahme aus einem kulturpolitischen in einen wissenschaftlichen Kontext Stand? Wie vermag er neue Forschungszuschnitte zu inspirieren? 

Für einen gemeinsamen inhaltlichen Einstieg und die Strukturierung der Diskussion möchten wir die Teilnehmenden bitten, sich im Vorfeld einige Gedanken entlang von folgenden Fragen zu stellen:

1. Welche Möglichkeiten eröffnet die konzeptionelle Idee des Postmigrantischen, den Engführungen der Kategorie Migration zu entkommen? Inwieweit werden dadurch neue transversale Verbindungen und Bündnisse, etwa zum Feld des Postkolonialen, denkbar und machbar? 
2. (Wie) profitiert oder verliert das politische und analytische Potential einer  kritischen Migrationsforschung durch dieses Konzept?
3. Lässt sich darauf aufbauend eine postmigrantische Gesellschaftsforschung entwickeln? Und welche Stärken/Schwächen hätte eine solche Entwicklung?

Anregungen und neu hinzukommende Interessenten sind herzlich willkommen!

Institut für Europäische Ethnologie
Raum 107a
Mohrenstraße 40-41
10117 Berlin