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BIM-Pressekonferenz

03.12.2014 um 12:00

Was ist deutsch und wer gehört zum „deutschen Wir“, jetzt da Deutschland ein Einwanderungsland ist?

Nachdem Migration als etwas Unumkehrbares erkannt worden ist, das Deutschland kontinuierlich vielfältiger werden lässt, finden nun Aushandlungen darüber statt, wie wir mit dieser postmigrantischen Vielfalts-Realität umgehen wollen. „Postmigrantisch“ richtet den Blick auf die Gestaltung der Gesellschaft nach erfolgter Einwanderung. Wer darf mitgestalten und wer nicht? Wer gehört zum „deutschen Wir“ – und wer nicht? Und wie wird dieses „deutsche Wir“ definiert?

Die Akzeptanz einer pluralen Gesellschaft lässt sich unter Anderem am Umgang mit und der Einstellung gegenüber kulturellen, ethnischen, religiösen oder nationalen Minderheiten messen. Eine der größten religiösen Minderheiten in diesem Land sind derzeit Muslime. Der Umgang mit dieser Gruppe kann als „Seismograf“ gesehen werden, um die Einstellungen zu Vielfalt und Pluralität innerhalb der Gesamtbevölkerung zu messen und der Frage nachzugehen, was für die Bevölkerung heute „Deutschsein“ bedeutet und was nicht.

Die Pressekonferenz stellt eine bundesweite repräsentative Umfrage mit 8270 Befragten, die von Wissenschaftler_innen des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt-Universität zu Berlin durchgeführt und von der Stiftung Mercator gefördert wurde vor.

   I.            Wie beschreibt die Bevölkerung heute deutsche Identität, nachdem Migration unumkehrbar geworden ist und immer mehr Menschen, die hier leben, für sich in Anspruch nehmen, deutsch zu sein, auch wenn ihre Vorfahren es nicht waren? Welche Narrative prägen das Bild der Bevölkerung von Deutschland?

 II.            Gesteht die Bevölkerung in Deutschland gesellschaftlichen Minderheiten (konkret Muslimen) Rechte, Partizipation und Zugehörigkeiten zu?

III.            Welches Wissen und welche Stereotype bestehen über die größte religiöse Minderheit in diesem Land? Welche Kontakte gibt es?

Es sprechen:

Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz (Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin)
Staatsministerin Aydan Özoğuz (Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration / Kuratoriumsvorsitzende des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung)
Winfried Kneip (Geschäftsführer der Stiftung Mercator)
Dr. Naika Foroutan (Stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung) sowie weitere beteiligte Wissenschaftler_ innen der Studie „Deutschland postmigrantisch“.

Weitere Informationen, Anmeldung zur Pressekonferenz und Pressekontakt:

Dipl.-Pol. Damian Ghamlouche  (BIM) /Tel.: (030) 220 15 705 / d.ghamlouche@hu-berlin.de